

Stressgefühl: „Ich saufe ab.“ Verantwortlich für das Alles-zu-viel-Gefühl ist manchmal ein unvorhersehbares Ereignis, etwa ein Zahnproblem mit mehreren Arztterminen. Manchmal ist die Stressphase aber auch vorhersehbar: Alle 3 Monate sind die Quartalsberichte fällig, Ende Juli soll das Nachbarschaftsfest steigen etc.
simplify-Strategie: Überlaufbecken. Ihre Zeit ist wie ein Becken, das überläuft, weil zu viel Wasser (Aufgaben) hineinströmt. Schaffen Sie sich Überlaufbecken, die dieses Wasser temporär aufnehmen. Wer kann Ihnen in Stresszeiten etwas abnehmen – im Haushalt, am Arbeitsplatz, bei der Betreuung der Kinder oder Ihrer Eltern, bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit, gegen Geld oder unentgeltlich. Nehmen Sie die gewünschte Hilfe zunächst ohne absolute Notwendigkeit in Anspruch (z. B. den Babysitter) – dann klappt es im Notfall besser.
simplify-Strategie: Schotten dicht! Wenn Sie akut unter Zeitnot leiden, hilft nur eins: Prioritäten setzen und alles weitere abblocken. Belegen Sie Ihren Terminkalender komplett mit Ihrer Nr.-1-Aufgabe – je nach Situation für morgen, die nächste Woche oder den nächsten Monat. So kommen Sie nicht in Versuchung, die Lücken mit Unwichtigem zu füllen. Verschieben Sie Routineaufgaben – das hat nichts mit Aufschieberitis zu tun. Ein Zettel mit dem Wort „NEIN“ neben dem Telefon ermutigt Sie, Ihre Prioritäten gegen die anderer Menschen zu verteidigen. Malen Sie ein lächelndes Gesicht neben das „NEIN“, dann kommt Ihre Absage freundlicher rüber.