

Untersuchungen haben ergeben: Nur in Familien, in denen beide Elternteile in Vollzeit arbeiten, sind die sonstigen Aufgaben halbwegs gerecht verteilt. Arbeitet die Frau dagegen „nur“ Teilzeit, bleibt ihr meist genauso viel Arbeit im Haushalt und mit den Kindern wie nicht berufstätigen Müttern. Konflikte sind damit vorprogrammiert: Wer arbeitet wie viel („Natürlich machst du die ganze Wäsche, aber wer kümmert sich am Feierabend noch um Auto und Versicherungen?“)? Wer hat mehr Stress („Betreu du mal 3 Kinder den ganzen Tag, dagegen hast du einen ruhigen Bürojob!“)?
simplify-Tipp: Versuchen Sie nicht, die jeweilige Arbeitsbelastung aufzurechnen und mit der des anderen zu vergleichen. Kalkulieren Sie, wie viel freie Zeit Ihnen beiden insgesamt pro Woche in etwa zur Verfügung steht, und teilen Sie diese gerecht durch 2. Beispiel: Jeder von Ihnen darf 3 Abende pro Woche für sich haben (ob fürs Fernsehen oder Lesen, Telefonieren oder Ausgehen), dazu noch einen halben Tag am Wochenende.
Legen Sie Ihre freien Zeiten – bzw. Ihre Haushaltszeiten – nach Möglichkeit parallel. Wenn Sie beide zur selben Zeit werkeln, ist das weitaus motivierender, als wenn einer die Küche putzt, während der andere vor dem Fernseher sitzt.