
Ausgabe vom Donnerstag, 1. Juli 2010
Drücken Sie den Druck durch Doppelbelastung weg
 Liebe Leserin, lieber Leser,
eine neue Untersuchung widerlegt gängige Vorurteile: Beim
"Multitasking" sind alle gleich schlecht – egal ob Mann, Frau, jung oder alt. Berufstätige sollten besser nicht, ständig mehrere Dinge gleichzeitig zu
erledigen. Denn solches „Multitasking“ sorgt dafür, dass die Leistung sinkt.
Das hat eine Untersuchung des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung in Berlin ergeben. Das Jonglieren mit verschiedenen Aufgaben führe lediglich dazu, dass der
psychische Druck steigt. „Wer mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss,
erhöht damit seinen Stress und macht Fehler“, erklärt Studienleiterin Dr. Hiltraut
Paridon. Dadurch erhöhe sich das Unfallrisiko im Job. Doch wie können Sie sich helfen? Darauf finden Sie in meinem heutigen Chefletter die Antwort.
Ihr
Dr. Marc-Wilhelm Kohfink
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Was vereinfacht Chefs das Leben wirklich?
 Wir hören als Antwort immer wieder dasselbe: Es sind Informationen. Die richtigen Informationen zur richtigen Zeit – und, ganz wichtig, in der richtigen Form.
Als Chefin oder Chef haben Sie weder Zeit noch Lust, sich durch Zeitschriften, Zeitungen und Bücher hindurchzuquälen. Sie brauchen das relevante Wissen vielmehr im Konzentrat. Und auf dem Punkt.
simplify your business hat sich zum Ziel gemacht, das zu leisten. Und es so gut zu leisten wie niemand sonst im deutschsprachigen Raum.
Kriegen wir das hin? Immer mehr Chefs finden: „Ja, simplify your business kann das!" Und verschafft mir den unverzichtbaren Informationsvorsprung, den ich brauche. Gerade jetzt, in der Krise.”
So schützen Sie sich im Job vor Reizüberflutung
 Die Unfallvermeidungsexperten geben folgende Tipps: - Besser ist es E-Mails zu
festgelegten Zeitpunkten, zum Beispiel morgens, mittags und abends, abzurufen
und zu beantworten. In der Zwischenzeit sollte das Mailprogramm am Besten
geschlossen bleiben.
- Sinnvoll ist es, verschiedene Geräte
für die berufliche und private Kommunikation zu benutzen. Wer geschäftlich nicht mehr erreichbar sein mag, will oft trotzdem noch von der
Familie und von Freunden angerufen werden können.
- Trennen Sie E-Mail-Adressen. Verschiedene Adressen für dienstliche und private Belange
sollten so wenig wie möglich vermischt werden.
- Handys und Blackberrys, die
beruflich genutzt werden, sollten nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub
auch ausgeschaltet bleiben.
- Wichtig ist es, sich grundsätzlich
bewusst zu machen, dass man längst nicht auf jede Kommunikationsanforderung
beantworten muss. Auf eine Mailbox-Nachricht oder auf den Erhalt einer SMS
braucht man in der Regel nicht sofort zu reagieren.
- So häufig wie möglich hinterfragen,
ob alles was an einen mit höchster Prioritätsstufe herangetragen wird, auch
wirklich wichtig ist.
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Die Überraschung: Frauen sind nicht besser beim Multitasking
 Der Studie zufolge stimmt es auch nicht, dass Frauen besser als Männer
mehrere Aufgaben gleichzeitig handhaben können. Ebenso wenig seien Jüngere in
dieser Hinsicht belastbarer als Ältere. Vielmehr wirkten sich die negativen
Effekte des Multitasking auf Männer und Frauen sowie auf Jung oder Alt gleich
aus.
In der Studie wurden 64 Männern und Frauen zwischen 21 und 60 Jahren 2
Aufgaben gestellt: Zunächst sollten sie bei einer Fahrsimulation auf ein Signal
hin die Spur wechseln. Als Zweites wurde die Arbeit im Büro nachgestellt, indem
die Versuchspersonen Worte auf einem Bildschirm auf Rechtschreibfehler
kontrollieren sollten. Beide Aufgaben mussten zunächst ohne und dann mit einer
Zusatzaufgabe erledigt werden.
Dabei zeigte sich, dass die Probanden beim Multitasking die Aufgaben
schlechter bewältigten. Zugleich waren sie angespannter, und ihr Herz schlug
schneller.
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