Ausgabe vom Freitag, 9. Juli 2010



Wo bleiben Innovationen stecken?

Liebe Leserin, lieber Leser,

kein Zweifel - Innovationen üben eine Faszination auf uns aus und so sind die Medien voll davon: eine Münchner Firma hat einen Asphalt entwickelt, der 20 % billiger sein soll als herkömmlicher und der sich im Winter nicht in eine Schlaglochpiste verwandeln soll, weil er auf Nanotechnologie beruht.

Trotzdem hat unsere Stadtverwaltung den stark befahrenen Hultschiner Damm in meiner Stadt in diesem Frühsommer erst abgefräst und dann mit herkömmlichem Asphalt geteert.

Und in Bern und Berlin haben Physiker einen Laser entwickelt, der den in der Luft gelösten Wasserdampf in Regen verwandelt. Trotzdem muss ich jeden Tag meinen Rasen sprengen und im Wald herrscht die höchste Brandgefahrstufe.

Die tollen Innovationen schaffen offensichtlich nicht den Sprung in die Lebenswirklichkeit. Damit es Ihren Innovationen anders ergeht, halte ich in diesem Chefletter 2 Tipps für Sie bereit, mit denen Sie Neuentwicklungen in marktfähige Produkte verwandeln - oder eben nicht.

Ihr
Dr. Marc-Wilhelm Kohfink



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Prüfen Sie Ihre Innovation auf Praxistauglichkeit

Prüfen Sie systematisch, ob die Produktidee tragfähig ist, d.h. ob es Kunden für das geplante Produkt gibt.

Bewerten Sie insbesondere den mit dem Produkt beim Anwender erzielbaren Nutzen (auch bei nicht rational abgeleiteten Nutzenkriterien wie z. B. dem Image), um einen Preisrahmen für das neue Produkt abzustecken.

Verknüpft mit anderen Informationen über die potenziellen Zielgruppen lassen sich nachvollziehbare Aussagen zur relevanten Marktgröße treffen. Unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation können auch erste Annahmen zum erreichbaren Absatzpotenzial und zur Festlegung von Wachstumszielen durchgespielt werden.

Beachten Sie: Unrealistische Annahmen zum Markt und damit zu hohe Absatzerwartungen gefährden ein Unternehmen genauso wie unrealistisch hohe Annahmen zu den am Markt durchsetzbaren Preisen. Also müssen Ihre für den Planungszeitraum angesetzten Absatzwerte nicht nur im Kunden- und Wettbewerbsumfeld realistisch sein, sondern auch mit den vorhandenen Mitteln im Unternehmen erreichbar sein.



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Als Chef ....



Machen Sie den Innovationscheck

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich viele Menschen kennen gelernt, die so von ihrer Innovation überzeugt waren, dass sie Haus und Hof verpfändeten um ihre Innovation auf dem Markt einzuführen, z. B. eine Knetmasse, die von Kindern gegessen werden kann oder eine Sprudeltablette, die sich in kaltes Wasser geworfen, in ein Bier verwandelt. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist.

Vielleicht wäre es aber hilfreich gewesen, sie hätten zunächst eine auf Innovationen spezialisierte Unternehmensberatungen mit einem Innovationscheck beauftragt. Es kann sich lohnen, diese Fachleute mit einer Untersuchung der Marktfähigkeit Ihrer Innovation zu beauftragen.  Der Innovationscheck ist ein aus praktischen Erfahrungen bei einer Vielzahl von Unternehmen entstandenes und praxisbewährtes Arbeitsinstrument. Das Ergebnis ist eine verbindliche Entscheidungsbasis zur Maßnahmenplanung, Budgetverteilung und Maßnahmenkontrolle.



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  • Arbeitsmittel: Rigoros aussortieren, das Verbleibende sinnvoll beheimaten
  • Papierstapel: Unterlagen vorsortieren, einiges auch gleich wegräumen
  • Ablagesystem: Praxisorientiert planen, optimal einrichten
  • Arbeitsroutinen: Eine Organisation schaffen, die das Organisieren abschafft
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