Ausgabe vom Mittwoch, 28. Juli 2010



Mit Name und Gesicht ohne Chance

Liebe Leserin, lieber Leser,

gut aussehende Menschen machen schneller Karriere. Der schielende Abraham Lincoln, der als Kind von einem Pferd ins Gesicht getreten wurde, hätte heute keine Chance, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Zu seiner Zeit aber steckte die Fotografie noch in den Kinderschuhen und so wussten die wenigsten Wähler, wie unansehnlich er war.

Weil Bilder heute so wichtig genommen werden, macht sich Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), für anonyme Bewerbungen stark. Dabei möchte Sie nicht nur, dass Bewerbungen ohne Bilder sondern auch ohne Namen beurteilt werden. Denn es geht ihr auch um das Bild, das sich Personaler von Menschen machen, die Kevin, Justin, Mandy oder Ayse heißen.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass bereits in der Schule Kinder mit den Namen Charlotte, Sophie, Marie, Hannah, Alexander, Maximilian, Simon, Lukas oder Jakob die Lieblinge ihrer Lehrer sind. Diese Ungleichbehandlung setzt sich ins Berufleben fort. Lüders: „Allein ein türkischer Nachname reicht laut einer Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), die Chancen um 14 % sinken zu lassen, in kleineren Firmen sogar um 24 Prozent.“

In meinem heutigen Chefletter erfahren Sie, was für anonyme Bewerbungen spricht. Lassen Sie von Ihrem Vorzimmer Bewerbungsbilder entfernen, den Namen und die Adresse schwärzen und urteilen Sie dann. Ein Versuch ist es wert!

Ihr
Dr. Marc-Wilhelm Kohfink



Anzeige

Führen Sie Mitarbeiter?

Dann kommen Sie an der neuen Führungs-Bibel für erfolgreiche Chefs nicht vorbei! 



Stellen Sie die Qualifikation in den Vordergrund

„Vorurteile und Ausgrenzungen kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten. Wir schaden uns selbst, wenn wir Talente ausgrenzen“, sagt Lüders im Interview mit dem Praxishandbuch „SICHER FÜHREN“. Vorzunehmen sei die Auswahl daher bis hin zum Vorstellungsgespräch nur anhand von anonymisierten Bewerbungen – die also weder ein Foto, noch Name, Adresse, Geburtsdatum oder Familienstand enthalten.

Die Anonymisierung erschwere Rückschlüsse auf Alter, Geschlecht, Herkunft oder Religion. Lüders: „Dann steht die Qualifikation der Bewerberin oder des Bewerbers im Mittelpunkt.“



Anzeige

Liebe Leserin, lieber Leser,

sichern Sie sich jetzt 296 verblüffenden Organisations-Tipps für's Büro und für Zuhause zum Gratis-Sofort-Download!



Laden Sie die fachlich Besten zum Interview ein

"Durch eine anonyme Bewerbung steigen auf jeden Fall die Chancen, zu einem ersten Gespräch eingeladen zu werden", so Lüders. Hierbei allerdings müssten die Eingeladenen dann persönlich überzeugen.

Führungskräften wünscht die ADS-Leiterin dafür den Mut, „auch die Potenziale von Bewerberinnen und Bewerbern kennen lernen zu wollen, die auf den ersten Blick vielleicht unkonventionell wirken. Vielfalt tut uns allen gut.“ In Frankreich werden anonyme Bewerbungen zurzeit getestet, in den USA sind sie mit Hinweis auf Abraham Lincoln schon gang und gäbe.



Anzeige

Führen Sie Mitarbeiter?

Dann kommen Sie an der neuen Führungs-Bibel für erfolgreiche Chefs nicht vorbei! 




NEU: Ihre persönliche Newsletter-Verwaltung

Unter Mein Profil finden Sie unser komplettes Angebot an kostenlosen E-Mail-Newslettern. Dort können Sie, Ihre E-Mail-Adresse ändern, sich weitere kostenlose simplify Tipps bestellen oder Ihre Newsletter abbestellen.

Sie fahren in den Urlaub und möchten verhindern, dass Ihr Postfach überläuft?
Klicken Sie hier!

Newsletter-Archiv Sie finden den letzten Newsletter nicht? Hier geht’s zum Archiv
E-Mail an die Redaktion Wir freuen uns über Ihre Fragen und Anregungen. info@orgenda.de
Weiterempfehlen Mit einer Empfehlung vom "Chefletter" können Sie Freunden, Bekannten und Kollegen die wertvollen Tipps und Tricks zukommen lassen. Newsletter weiterempfehlen
Drucken Hier erhalten Sie eine druckbare Version. Druckbare Version
Mehr davon Möchten Sie noch mehr interessante E-Mail-Newsletter entdecken? Dann klicken Sie hier
Impressum Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service des
Orgenda Verlag für persönliche Weiterentwicklung
ein Unternehmensbereich der
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Theodor-Heuss-Str. 2-4
D-53177 Bonn
Tel.: 02 28 - 95 50 140
Fax: 02 28 - 36 96 001

USt.-ID: DE812639372 | Amtsgericht Bonn, HRB 8165 | Vorstand: Helmut Graf
ISSN 1863-5318

© 2010 VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Haftungsausschluss: Sämtliche Beiträge und Inhalte des Newsletters sind sorgfältig recherchiert. Dennoch ist eine Haftung ausgeschlossen.

Alle Rechte liegen beim Orgenda Verlag für persönliche Weiterentwickung. Nachdruck und Veröffentlichung, auch auszugsweise, sind nicht gestattet.

Selbstverständlich können Sie der Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten für Zwecke der Werbung und Marktforschung jederzeit widersprechen. Wenden Sie sich hierzu einfach an:

E-Mail: Datenschutzbeauftragter@vnr.de