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- Einfacher arbeiten - besser leben! - E-Mail Newsletter vom Freitag, 12. März 2010 | |||
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Liebe Leserin, lieber Leser, kein Zweifel, Fehler sind ärgerlich. Immer kosten sie Zeit, oft kosten sie Geld, manchmal kosten sie einen Auftrag oder einen Kunden. Deshalb werden Fehler in vielen Unternehmen verteufelt. Das Ideal des „fehlerlosen“ Mitarbeiters führt aber letztlich zum Gegenteil: Fehler werden gefördert, Eigeninitiative wird behindert und Motivation untergraben. Lernen Sie heute drei wichtige Voraussetzungen kennen, wie Sie Schäden langfristig minimieren – und Fehler sogar positiv nutzen.
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1. Fragen Sie, warum etwas geschehen ist „WER WAR DAS?!“ ist – sozusagen reflexhaft – die Frage, die sich jeder stellt, wenn ein Fehler passiert ist. Stimmt’s? Im Zentrum einer konstruktiven Fehlerkultur steht jedoch die lösungsorientierte Fehlerbearbeitung. In jeder akuten Krise geht es zunächst darum, die „Fehlerkosten“ zu minimieren. Und das bedeutet: Nicht der Schaden, der bereits eingetreten ist, sollte im Mittelpunkt des Interesses stehen (daran lässt sich nämlich nichts mehr ändern), sondern die Vermeidung weiterer Kosten. Fragen Sie also zuerst: Wie können wir den drohenden Schaden minimieren? Wie können wir verhindern, dass sich der Fehler wiederholt? Wenn Sie mit dem verantwortlichen Mitarbeiter sprechen, sollten Sie auf Drohungen oder Vorwürfe verzichten und die Lösungskompetenz des Mitarbeiters aktivieren: „Wie, denken Sie, können wir einen solchen Fehler in Zukunft vermeiden?“, „Was können wir tun, um den eingetretenen Schaden so gering wie möglich zu halten?“ Eine solche zukunftsorientierte Aufarbeitung des Fehlers wird unmöglich, wenn die Aufmerksamkeit der Beteiligten darauf gerichtet ist, einen „Schuldigen“ zu benennen bzw. die Schuld von sich selbst abzulenken. Insbesondere sollten Sie es nicht hinnehmen, wenn Teams Ihnen statt einer Lösung für eine Fehlleistung einen Sündenbock präsentieren. | |||
Anstatt Fehler allein als persönliches Fehlverhalten von Mitarbeitern zu begreifen, sollten Sie auch die Umstände untersuchen. Oftmals haben Arbeitsbedingungen bzw. Organisationsstrukturen den Fehler (mit-)verursacht – wie etwa unklare Kompetenzen, fehlende Kontrollinstanzen, Arbeitsüberlastung, ungeeignete Schnittstellen. Persönliche Fehlleistungen können nicht zu 100 Prozent verhindert werden; systembedingte Fehlerquellen sollten Sie jedoch mithilfe einer gründlichen Fehleranalyse abstellen. | |||
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Eine konstruktive Fehlerkultur fördert das frühzeitige Erkennen und Benennen von Fehlern. Sie sollten daher einerseits verlangen, dass Ihre Mitarbeiter sich kritisch mit den eigenen Entscheidungen auseinandersetzen, um Fehler rechtzeitig zu erkennen. Andererseits sollten Sie einfordern, dass begangene Fehler offengelegt werden. Das Verheimlichen und das Vertuschen sind die größten Feinde einer konstruktiven Fehlerkultur. Es ist daher ganz wichtig, dass den Mitarbeitern vermittelt wird, dass es nicht schadet, Fehler einzugestehen. Deshalb sollten Sie mit Blick auf Sanktionen nachsichtig sein, wenn ein Mitarbeiter von selbst auf Sie zukommt und einen Fehler ehrlich eingesteht. Das Vertuschen von Fehlern hingegen (also der Verstoß gegen die Leitwerte der Fehlerkultur des Unternehmens) sollte in jedem Fall ernste Konsequenzen nach sich ziehen. | |||
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