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Liebe Leserin, lieber Leser, am heutigen Februartag im Jahr 1468
verstarb Johannes Gutenberg in Mainz. Ohne seine Erfindung des Buchdrucks wäre
einiges ganz anders und vielleicht langsamer verlaufen. Seine Ideen machten es möglich,
dass Informationen aus Büchern immer größeren Kreisen der Bevölkerung
zugänglich wurden. Welche Ideen das genau waren, will ich Ihnen heute mit auf
den Weg geben.
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Ihre
Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich durchblicken |
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| Welche Ideen verhalfen Gutenberg zum Buchdruck? |
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Bewegliche
Lettern (= Schriftkörper mit spiegelverkehrten Schriftzeichen) – das war die
Idee, die der Goldschmiedemeister Johannes Gutenberg 1440 in Mainz entwickelte.
Das Prinzip des Druckens war allerdings schon lange vor Gutenberg bekannt.
Schon 200 Jahre vor Christi wurden im chinesischen Reich Stempel benutzt, die
man in weichen Ton drückte.
Die geniale
Idee von Gutenberg war es, erst den Text zu zergliedern, dann die Buchstaben
zusammenzusetzen. Er goss von Hand Lettern aus Messing, legte sie geordnet in
Setzkästen und fertigte dann Buchstabe für Buchstabe die Druckvorlage, heute
Satz genannt. Wichtig war dabei, dass die Anordnung der Buchstaben
seitenverkehrt erfolgte. War der Text einmal gesetzt, brauchte man nur noch
eine Druckerpresse und Druckerschwärze. Und die Lettern konnten immer wieder
benutzt werden. Die Auflage spielte keine Rolle mehr, die Qualität blieb
gleich. Was vorher ein Schreiber in wochenlanger Arbeit kopiert hatte, dauerte
jetzt nur noch Minuten.
Bei der
Erfindung kam Gutenberg seine Erfahrung als Goldschmied zugute: Als solcher
beherrscht Gutenberg das Anfertigen der „Urbuchstaben“ aus einem harten
Metallklotz. Auf deren Grundlage kann ein kupferner Negativabdruck, die
sogenannte Matrize hergestellt werden. Das flüssige Metall zur Produktion der
Buchstabenkopien muss dann nur noch in die Matrize gegossen werden und abkühlen.
- Innovativ für
seine Zeit ist auch die Rezeptur für das Guss-Metall. Eine Mischung aus Blei,
Antimon, Zinn und Wismut war ideal, um weder das Papier durch harte Lettern zu
beschädigen noch den Druck durch zu weiche Druckbuchstaben verwischen zu
lassen.
- Die bekannten
Druckfarben verbessert Gutenberg durch Mischung von Leinöl, Terpentin,
Harzpech, Schwefelkies, Zinnober, Harz, diverser Firnisse, Galläpfel, Vitriol
und Schellack zu einer dickflüssigeren Textur, die den beidseitigen Druck ohne
Durchschlag auf die andere Seite ermöglicht.
- Für einen
gleichmäßigen Auftrag der Farbe auf die Druckplatte ersinnt der findige
Goldschmied den Druckerballen, eine Art Tampon aus Hundeleder, prall gefüllt mit
Pferdehaar.
- Die
Druckerpresse, die Vorrichtung, in der das Papier gleichmäßig gegen den Zeichensatz
gedrückt wird, war ebenfalls eine Idee Gutenbergs.
Gutenberg
hatte vor, die Entwicklung geheim zu halten, um davon finanziell profitieren zu
können. Doch das ging nicht lange gut ...
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