8. Februar 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

am Wochenende fand die 46. Münchner Sicherheitskonferenz* statt. „Tacheles reden – das ist es, was die Sicherheitskonferenz traditionell ausmacht“, war bei tagesschau.de vom Korrespondenten des Bayrischen Rundfunks, Ralf Borchard, zu lesen. Wieso reden wir eigentlich Tacheles? Die Antwort darauf erfahren Sie unten.

 

Ihre

Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich durchblicken


 
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   Woher kommt „Tacheles reden“?
Beim Tacheles reden sagen sich mindestens zwei Menschen offen und unverblümt die Meinung. Der Ausdruck ist umgangssprachlich. Das Wort Tacheles gibt es allein für sich stehend eigentlich nicht. „Tacheles reden“ fand vermutlich in der Kaufmannssprache Verwendung, in der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Im Jiddischen bedeutet tachles reden „zur Sache kommen“, wobei tachles das Ziel oder der Zweck ist. Das Wort entstammt wiederum dem hebräischen taklit – dem Ausdruck für Zweck, Ende oder Äußerstes. 

* Die Münchner Sicherheitskonferenz sieht sich als das wichtigste unabhängige Forum zum Gedankenaustausch von Entscheidungsträgern der internationalen Sicherheitspolitik. Sie wurde 1962 von dem deutschen Verleger Ewald von Kleist als Wehrkundetagung gegründet. Seither kommen jedes Jahr in München Kabinettsmitglieder, Militärs, Abgeordnete, Wissenschaftler und Medienvertreter zusammen, um die jeweiligen sicherheitspolitischen Herausforderungen zu reflektieren (Quelle: www.securityconference.de). In den vergangenen Jahren lieferten sich Teilnehmer auf der Münchner Sicherheitskonferenz immer wieder heiße Wortgefechte – ganz unverblümt das eine oder andere zu bemerken, hat dort von Anfang an Tradition.


 
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