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Liebe Leserin, lieber Leser, Karneval ist vorbei, die Fastenzeit beginnt und Deutschlands
Parteien liefern sich einen Schlagabtausch. Wieso passiert das am selben Tag?
Zufall, wie Sie in dieser Ausgabe erfahren können!
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Ihre
Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich durchblicken |
PS: Erfahren Sie, wie Sie immer gut mitreden können ...
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| Wie kam es zum politischen Aschermittwoch? |
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| Der politische Aschermittwoch geht auf einen Viehmarkt
zurück – im bayrischen Vilshofen vor knapp 500 Jahren. Bauern handelten dort
nicht nur mit Vieh, sondern tauschten sich auch über Alltagsthemen aus. Später,
im 19. Jahrhundert, ging es in ihren Gesprächen häufig um Politik.
So kam es, dass der Bayrische Bauernbund 1919 am Tag des
Viehmarktes eine große Kundgebung veranstaltete. Da sie genau auf den
religiösen Aschermittwoch fiel, gab dieser dem Ereignis seinen Namen. Nach
einer Pause im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) erwachte vor 62 Jahren die
Tradition der Kundgebungen zu neuem Leben. Josef Baumgartner, Mitglied der
Bayernpartei, griff bei einer Rede am Aschermittwoch 1948 den Parteigegner CSU
an. Das wiederholte er in den Folgejahren. Offenbar lag ihm viel daran, mit der
Partei, der er früher angehörte, abzurechnen.
Das forderte die CSU heraus, sich ebenfalls am
Aschermittwoch zu versammeln und sich mit Beleidigungen von den politischen
Rivalen abzugrenzen. Aschermittwochsreden der CSU wurden nach der ersten
Veranstaltung 1953 wahre Publikumsmagnete – wegen der sprachlichen Begabung und
Treffsicherheit ihres Politikers Franz Josef Strauß.
Andere große Parteien und Verbände folgten ab Mitte der
1970er-Jahre dem CSU-Beispiel. So erlangte der politische Aschermittwoch
schließlich auch außerhalb der bayrischen Landesgrenzen Beliebtheit. 2005 gab
es den ersten politischen Aschermittwoch im Berliner Bundestag: Bekannte
Kabarettisten ließen sich schonungslos über die Lage der Nation aus.
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| Hier geht Ihnen ein Licht auf! |
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ISSN 1863-5105
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