Der Begriff „Monat“ hat seinen
Ursprung im Mondumlauf – der Mond dreht sich in 29,5 Tagen 1-mal um die Erde.
Ursprünglich hatten die Römer einen Mondkalender – ihr Jahr begann mit dem
Monat März. Noch heute weisen die römischen Monatsnamen darauf hin. Ihre Namen
leiten sich von Göttern oder Zahlen ab:
1. Martius (März) nach dem
Gott Mars
2. Aprilis (April),
vermutlich im Sinne von „der zweite, folgende (Monat)“
3. Maius (Mai) nach der
Göttin Maia
4. Iunius (Juni) nach der Gottmutter
Juno
5. Quintilis (Juli) für
quintus = der fünfte (Monat ab März); nach der Reform 44 v. Chr. umbenannt in
Iulius nach Julius Cäsar
6. Sextilis (August) für
sextus = der sechste; ab 8 v. Chr. Augustus nach Kaiser Augustus
7. September für septem = 7
8. October für octo = 8
9. November für novem
= 9
10. December für decem = 10
11. Ianuarius (Januar) nach
dem Gott Janus
12. Februarius (Februar) ist
der Reinigungsmonat (februare = reinigen); in diesem letzten Monat des Jahres
fanden Sühne- und Reinigungsriten statt
Mit der Reform von Julius Cäsar rückten
der Januar und der Februar nach oben. Der Jahresanfang verschob sich so auf den
1. Januar, den regelmäßigen Amtsantritt der Konsuln, der höchsten Staatsbeamten
im alten Rom. So wurde die Sache mit dem Antritt der Jahresämter klarer.
Außerdem gab es vor Cäsars Reform noch Schalttage bzw. einen Schaltmonat, der
gegen Ende des Monats Februarius eingefügt wurde. Dagegen war der julianische
Kalender, der Grundlage unseres heutigen gregorianischen
Kalenders ist, klar und einfach aufgebaut und er verbreitete sich entsprechend schnell:
Ein Gemeinjahr dauerte 365 Tage. Alle 4 Jahre folgte ein
Schaltjahr mit 366 Tagen, um das Kalenderjahr an das tatsächliche Sonnenjahr
von 365 Tagen, 5 Stunden und 49 Minuten anzupassen. So lange dauert der Umlauf
der Erde um die Sonne. Die fehlenden 5 Stunden 49 Minuten, also etwa 6 Stunden,
holte das Schaltjahr mit dem 366. Tag auf. Dann hatte das Kalenderjahr nur noch
etwa 12 Minuten mehr als das tatsächliche Sonnenjahr. Diese Minuten waren später übrigens der Grund für
die Reform durch Papst Gregor XIII. im Jahr 1582.