Das größte Vertrauen schenken
Deutsche und Europäer jenen Berufsständen, auf die man sich verlässt, wenn es
wirklich darauf ankommt: Feuerwehrleute, Piloten, Krankenschwestern, Apotheker
und Ärzte. Diese fünf Berufe sind die Vertrauenssieger der Reader's Digest Studie.
Den Spitzenplatz erzielten erneut die Feuerwehrleute:
94 Prozent der Befragten in Deutschland (Vorjahr: 93 Prozent) sprachen den
Feuerwehrleuten ein „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen aus.
Deutschlands Polizisten haben sich ebenfalls wacker geschlagen: Mit einem Vertrauenswert von 80 Prozent gehören
sie noch zur Spitzengruppe, während ihre europäischen Kollegen im Durchschnitt
nur auf 62 Prozent kommen. Auf den letzten Plätzen landeten Politiker,
Autoverkäufer, Fußballspieler und Finanzberater.
Lehrer haben sich verbessert
Über die Jahre hinweg betrachtet, scheint das
Vertrauen der Deutschen in die Spitzengruppe der Berufe unerschütterlich zu
sein. Schon 2002, als die Studie erstmals das Vertrauen in die Berufe
untersuchte, erzielten Piloten, Krankenschwestern, Apotheker und Ärzte
Spitzenwerte. Dies gilt auch für die Feuerwehrleute, die erstmals 2003 in die
Studie einbezogen wurden. Im Mittelfeld der Vertrauensrangliste konnten die
Lehrer ihre Position leicht ausbauen: von 60 Prozent im Jahr 2002 auf 63
Prozent im Jahr 2010.
Hier die Rangliste der Berufe, denen die befragten
Deutschen am häufigsten „sehr hohes“ oder „ziemlich hohes“ Vertrauen aussprachen:
1. Feuerwehrleute
2.
Piloten
2. Krankenschwestern (gleichauf mit den Piloten)
3.
Apotheker
4.
Ärzte
5.
Polizisten
6.
Landwirte
7.
Lehrer
8.
Richter
9. Meteorologen
10.
Taxifahrer
11. Rechtsanwälte
11. Priester, Pfarrer (gleichauf mit den Rechtsanwälten)
12.
Journalisten
13. Reiseveranstalter
14. Gewerkschaftsführer
15. Finanzberater
16.
Fußballspieler
17. Autoverkäufer
18.
Politiker
Klassiker sind die vertrauenswürdigsten Marken
In der jährlichen Umfrage geht es
Reader’s Digest jedoch nicht nur um Berufsgruppen, sondern auch um Marken. Und hier
haben Markenklassiker die besseren Karten beim Werben um das Vertrauen der
Verbraucher. Traditionsmarken wie Aspirin, Asbach, Nivea und Miele trotzen der
Krise und halten sich an der Spitze in der Gunst der Verbraucher. Dies ist
allerdings keine Selbstverständlichkeit. So wurde das Internet-Unternehmen
Google auf der Liste der vertrauenswürdigsten Marken nach nur einem Jahr von der
Marke T-Online verdrängt, die sich in ihrer Kategorie zum ersten Mal an die
Spitze setzen konnte. Das Beispiel der Internet-Unternehmen belegt, dass
öffentliche Diskussionen einen großen Einfluss darauf haben, ob die Verbraucher
einer Marke vertrauen. Bei Google führte die Diskussion um den Gläsernen
Internetnutzer unmittelbar zum Vertrauensschwund.
Der Umweltschutz hat für die Verbraucher in allen
Produktkategorien eine größere Bedeutung. Wer sich glaubhaft als „Grüne Marke“
positioniert, kann das Vertrauen der Verbraucher dauerhaft binden. Sparkasse,
Aral, Miele, Frosch und Persil haben es erneut geschafft, nicht nur die
vertrauenswürdigsten Marken ihrer Produktkategorie zu werden, sondern zugleich
den besten Ruf für ihr ökologisches Engagement zu genießen.
In den 33 erhobenen Produktkategorien von A wie
Automobile bis Z wie Zahnpasta/Mundpflege setzten sich in Deutschland vor
allem Markenklassiker erneut an die Spitze, darunter Volkswagen, Persil,
Schwarzkopf, Aspirin, Wick, Frosch, Rotkäppchen Sekt, Asbach, Miele, TUI,
Sparkasse, Allianz, Aral sowie Nivea und Haribo. Neu im Club der Markengewinner
ist neben T-Online (Internetunternehmen) Coca-Cola (Erfrischungsgetränke).
Außerdem eroberten Abtei (Vitamine) und Tchibo (Kaffee/Tee) ihre Spitzenplätze
zurück.
Quelle: Reader's Digest European Trusted Brands 2010