22. März 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

zum heutigen Weltwassertag weisen viele Firmen und Institutionen, die mit Wasser zu tun haben, auf dessen Bedeutung hin. Wasser ist ein knappes Lebenselixier oder die Qualität des Wassers ist wichtiger als die Menge – solche Aussagen können Sie lesen. Deshalb will auch ich dieses Thema hier nicht ausklammern und frage Sie: Kennen Sie den Wasserfußabdruck? Und wissen Sie Bescheid über virtuelles Wasser? Wenn Sie neugierig auf die Antworten sind, lesen Sie doch unten weiter!

Ihre

Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich durchblicken


 
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   Was ist virtuelles Wasser? Und was der Wasserfußabdruck?

Virtuelles Wasser hat nichts mit Wasser am PC-Bildschirm oder im Fernsehen zu tun. Unter virtuellem Wasser ist die Wassermenge zu verstehen, die zur Herstellung eines bestimmten Produktes gebraucht wird ­– und zwar über den gesamten Produktionsprozess hinweg. Da ein Großteil dieses Wassers gar nicht mehr am Produkt selbst sichtbar ist, weil es z. B. verdunstet ist oder weil es bei der Produktion verunreinigt wurde, trägt es den Hinweis „virtuell“. Oft lässt ein Produkt gar nicht erahnen, wie viel Wasser für seine Produktion benötigt wurde. Alleine in einem DIN A4-Papierblatt stecken 10 Liter, in einem Hamburger beachtliche 2.400 Liter Wasser. Der Anbau von genügend Baumwolle für ein T-Shirt verschlingt etwa 4.000 Liter Wasser. 1.500 Liter virtuelles Wasser stecken in jedem Kilogramm raffiniertem Zucker.

Der Wasserfußabdruck ist eine Weiterentwicklung des virtuellen Wasser-Konzeptes und kann sowohl für Einzelpersonen wie auch für Unternehmen und ganze Nationen berechnet werden. Er beinhaltet die von jedem Bürger direkt verbrauchte Wassermenge sowie das in der Nahrung und anderen Gütern verbrauchte virtuelle Wasser. Die Umweltstiftung WWF veröffentlichte zum Weltwassertag im vergangenen Jahr folgende Zahlen: Jeder Deutsche verbraucht täglich im Schnitt 4.130 Liter pro Person und Tag. Der Wasserfußabdruck ergibt sich aus dem direkten Wasserverbrauch (130 Liter) und dem virtuellen Wasserverbrauch (4.000 Liter), also der Menge an sauberem Frischwasser, die zur Herstellung von Produkten und Lebensmitteln verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird. Mehr als die Hälfte dieser virtuellen Wassermenge wird aus anderen Ländern importiert.

Die Deutschen hätten beim direkten Pro-Kopf-Verbrauch einen sehr guten Durchschnittswert (130 Liter). Zähle man jedoch das virtuelle Wasser hinzu, schnelle der Fußabdruck eines jeden Bürgers dramatisch nach oben, hieß es in der Presseerklärung von 2009.

Quelle: WWF, www.wwf.de


 
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