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Liebe Leserin, lieber Leser, gestern las ich einen
Programmhinweis der ARD für heute Abend: Das Wissenschaftsmagazin „Abenteuer
Wissen“ begleitet darin „Bioniker“, die Vorbilder aus der
Natur studieren, um technische Probleme zu lösen (24. März 2010, 22.15 Uhr,
ARD). Der Klettverschluss ist ein bekanntes (wenn nicht gar das bekannteste) Bionik-Beispiel,
auch die Fassadenfarbe mit Lotuseffekt, an deren Oberfläche das Regenwasser
abperlt. Unzählige spannende Beispiele und aktuelle Projekte gibt es in der
Bionik. Worauf es den Wissenschaftlern ankommt, erfahren Sie unten.
Viel Freude damit.
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Ihre
Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich durchblicken |
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| Was macht die Bionik aus? |
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Einfach ausgedrückt
bedeutet Bionik: Wir Menschen schauen uns etwas in der Natur ab und ahmen es
nach. Das fängt bei so einfach wahrnehmbaren Dingen wie das Fliegen von Vögeln
oder Ahornsamen an und reicht bis hin zu komplizierten Abläufen und Lösungen,
die die Natur zu bieten hat. Bioniker lernen von der Natur und lassen sich von
ihr anregen, aber sie bilden sie nicht hundertprozentig nach.
Der Begriff Bionik ist zusammengesetzt aus den
Wörtern Biologie und Technik. Der US-amerikanische Luftwaffenmajor J. E. Steele
verwendete ihn (engl. bionics) 1960 bei einem Kongress zum ersten Mal. In den
1990er-Jahren definierten führende deutsche Bioniker den Begriff als „eine
wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der technischen Umsetzung und
Anwendung von Konstruktions-, Verfahrens- und Entwicklungsprinzipien
biologischer Systeme befasst." (Quelle: www.bionik-zentrum.de)
„Die Natur
hat in einem seit über Millionen von Jahren andauernden Evolutionsprozess
zahlreiche Problemlösungen entwickelt (...). Hierzu zählen unter anderem
robuste Materialverbünde, raffinierte Mobilitätsmechanismen, funktionale Bau-
und Wohnweisen, perfektionierte Informations- und Kommunikationssysteme bis hin
zu hochempfindlichen Wahrnehmungssensoren. Viele dieser innovativen
Problemlösungen der Natur entsprechen einer nachhaltigen Entwicklung: Die Natur
erreicht ihre Ziele ökonomisch mit einem Minimum an Energie und führt ihre Abfälle
immer vollständig in den natürlichen Kreislauf zurück.“ Das steht zur Bionik
auf den Internet-Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung,
wo Sie noch mehr lesen können über spannende Projekte aus dieser
Wissenschaftsdisziplin.
Und das sehen Sie unter anderem bei der ARD
heute Abend:
- „Ratten aus Stahl“, die in Abwasserrohren
oder Versorgungskanälen herumklettern sollen – in Bereichen, die Menschen wegen
ihrer Körpergröße nicht mehr erreichen können.
- Sandfische, die sich blitzschnell unter der
Oberfläche im Sand fortbewegen können. Ihre Bewegung könnte die Lösung liefern
für Verstopfungen, die überall dort entstehen, wo granulare Materialien wie
Kies, Sand, Kohlenstaub oder Mehl bewegt werden müssen.
- den schwarzen Kiefernprachtkäfer
Melanophila acuminata, dessen Larven sich von frisch verbranntem Holz ernähren.
Die Natur hat den Käfer deshalb mit Sensoren ausgestattet, die einen Waldbrand
selbst aus einer Distanz von achtzig Kilometern „hören“. Bonner Wissenschaftler
wollen die Erkenntnisse in einen hochsensiblen Feuermelder umsetzen.
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