
Liebe Leserin, lieber Leser,
werden Sie im Umgang mit Ihren Problemen Schritt für Schritt souverän.
Schritt 1: Zulassen
Übersetzen Sie vage ungute Gefühle in eine konkrete Ich-Aussage: „Ich habe Angst davor, dass ...“ Wenn Sie in einer Familie groß geworden sind, in der Angst die vorherrschende Stimmung war: Finden Sie heraus, auf welchen Lebenserfahrungen (Krieg, Wirtschaftskrise, persönliche Verluste) die Ängste Ihrer Eltern basierten. Vertrauen Sie stärker auf Ihre eigenen Erfahrungen, die möglicherweise ganz anders sind.
Schritt 2: Begrenzen
Wer immer wieder über seine Ängste spricht, steigert sich immer mehr hinein. Es ist wie beim Scheinriesen Herr Tur Tur aus dem Kinderbuch „Jim Knopf“: Aus der Ferne wirkt Angst besonders groß, in der konkreten Situation geht es oft leichter als gedacht.
Schritt 3: Hinsehen
Stecken Sie in Anbetracht einer Gefahr nicht den Kopf in den Sand, sondern sehen Sie der Realität ins Auge. Beispiel: Ihr Sprössling hat das letzte Schuljahr gerade so geschafft, in der nächsten Klasse droht eine Ehrenrunde. Analysieren Sie die Zeugnisnoten, sprechen Sie mit den Lehrern und anderen Eltern: Wo genau hakt es? Zu wenig gelernt? Alte Wissenslücken? Menschliche Probleme mit Lehrern oder Mitschülern? So gelangen Sie zu einer realistischen Risikoeinschätzung.
Schritt 4: Handeln
Lassen Sie sich von Ihrer Angst nicht lähmen. Mit einer realistischen Risikoeinschätzung haben Sie eine erstklassige Grundlage für kompetentes Handeln. Was können Sie tun, damit das gefürchtete Ereignis nicht eintritt? Beispiel: Ihr Arbeitgeber hat für die nächsten Jahre einen Stellenabbau in Ihrer Abteilung angekündigt. Ihr Handeln: Bewerben Sie sich intern um eine weniger gefährdete Position; machen Sie sich durch Übernahme neuer Aufgaben unentbehrlich; bewerben Sie sich woanders, solange Sie noch ungekündigt sind.
Sehen Sie die Breite Ihrer Möglichkeiten, indem Sie Ihr großes Ziel definieren. Also nicht unbedingt „Erhalt meines Arbeitsplatzes“, sondern auch „feste Stelle“ (Arbeitgeberwechsel) oder „genügend Geld“ (Selbstständigkeit).
Schritt 5: Plan B
Richten Sie Ihr Augenmerk klar darauf, das Eintreten des gefürchteten Ereignisses zu verhindern. Bei Katastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen hilft allerdings nur ein Notfallplan: Listen Sie in Stichpunkten auf, was Sie tun werden, wenn das gefürchtete Ereignis tatsächlich eintreten sollte. Setzen Sie sich für Ihre Beschäftigung mit dem Notfall ein zeitliches Limit, damit Sie sich nicht (siehe Schritt 2) immer weiter hineinsteigern.
Sie werden sehen: Aus großen Problemen werden so Herausforderungen, die Sie meistern können. Seien Sie zuversichtlich und lassen Sie sich vom heutigen Aha-Plakat motivieren, sich Ihren Problemen mutig zu stellen.
Was ist das…? …werden sich Ihre Mitarbeiter fragen, wenn sie in Zukunft die Aha!Plakate an ihrem Arbeitsplatz entdecken, die Ihnen Themen wie Eigenverantwortung, Kundenorientierung usw. auf humorvolle Weise näher bringen. Ohne, dass Sie als Chef auch nur ein Wort verlieren müssen.

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