Sport und Training
1 1 1 1 1 1 Newsletter vom Freitag, 23. April 2010   1 1 1 1
Sport und Training
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Liebe Leserin, lieber Leser,

wie versprochen ergänze ich heute in Sport und Training weekly die funktionelle Bewegungsanalyse um 3 weitere Tests:

  • die ersten beiden Übungen überprüfen Ihre Bewegungsmuster der unteren Extremitäten
  • die letzte Übung beschäftigt sich mit Ihrem Oberkörper und kann Ihnen helfen, in diesem Bereich eventuelle Bewegungsdefizite aufzuspüren

Im nächsten Newsletter komplettiere ich den Test und stelle Ihnen noch weitere 3 Übungen für den Rumpfbereich vor, damit Sie wissen, was Sie in Ihren nächsten Workouts besonders konzentriert trainieren müssen! Vor allem saisonvorbereitend bietet dieser Test Ansatzpunkte für ein individuelles Koordinations- und Krafttraining, die Sie als Trainer für Ihre Mannschaft bedenken sollten!

Viel Spaß dabei!

Mit freundlichen Grüßen

Jessica Beeken
Chefredakteurin Sport und Training weekly

Die einfache Auswertung

Zur Erinnerung ist hier noch einmal das Punktesystem aufgeführt, die der Auswertung der Tests zu Grunde liegt:

  • keine Probleme = 3 Punkte
  • kleine Probleme (geringe Einschränkung der Beweglichkeit) = 2 Punkte
  • große Probleme (starke Einschränkung der Beweglichkeit) = 1 Punkt
  • Schmerzen beim Ausführen der Bewegung = 0 Punkte (die schmerzhafte Stelle sollte von einem Arzt gründlich untersucht werden)


Schneiden Sie Ihr Training auf sich zu!

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch Sie haben bestimmt schon mal die Feststellung gemacht, dass Ihnen Einiges leichter fällt, Ihnen aber Anderes unendlich viel Mühe bereitet. Wir von Sport und Training aktuell helfen Ihnen, Ihre Schwächen zu minimieren und Ihre Stärken optimal für den sportlichen Erfolg zu nutzen! Lassen Sie sich von der Wissenschaft und den Erfahrungen der Top-Sportler überzeugen und bestellen Sie sich unverbindlich Ihre Probeausgabe unseres einmaligen Newspapers!


Übung 2: Hürdensteigen

Beim Hürdensteigen werden die Bewegungsabläufe des Körpers bei Steigbewegungen überprüft. Diese Bewegung erfordert eine genaue Koordination und Stabilität von Hüften und Oberkörper sowie einen stabilen Einbeinstand.

Beschreibung

  • Die Füße stehen nebeneinander, die Fußspitzen berühren das Fußteil der Hürde.
  • Stellen Sie die Hürde auf die Höhe der Tibia-Apophyse (die kleine Wölbung etwa 3 cm unterhalb des Knies) des Sportlers ein.
  • Legen Sie die Gymnastikstange unterhalb des Nackens über die Schultern.
  • Jetzt steigen Sie über die Hürde und berühren mit der Ferse den Boden, während das Standbein voll gestreckt bleibt.
  • Das vordere Bein wird dann zurück zur Ausgangsposition geführt.
  • Das Hürdensteigen sollte langsam und mindestens 3-mal mit jedem Bein ausgeführt werden.

Auswertung

3 Punkte:

  • Hüften, Knie und Fußgelenke bleiben während der Bewegung in einer Linie.
  • Wenig bis keine Bewegung in der Lendenwirbelsäule.
  • Die Gymnastikstange wird parallel zur Hürde geführt.

2 Punkte:

  • Hüfte, Knie und Fußgelenke sind nicht mehr richtig ausgerichtet.
  • Bewegung in der Lendenwirbelsäule.
  • Die Gymnastikstange bleibt nicht parallel zur Hürde.

1 Punkt:

  • Der Fuß berührt die Hürde.
  • Gleichgewichtsverlust.

Ein schlechtes Ergebnis bei diesem Test kann verschiedene Ursachen haben. Es kann an einer mangelnder Stabilität des Standbeins oder schlechter Mobilität des nach vorne geführten Beins liegen.

  • Bei einem Ergebnis von weniger als 3 Punkten muss genau überprüft werden, wo die Beweglichkeit eingeschränkt ist.
  • 2 Punkte = häufig geringe Einschränkungen bei der Fußgelenkmobilität und/oder der Hüftflexion beim bewegten Bein.
  • 1 oder 0 Punkte = Einschränkungen möglicherweise durch nach vorne geneigtes Becken, eine schlechte Rumpfstabilität und eine relativ asymmetrische Hüftunbeweglichkeit.




Übung 3: Gerader Ausfallschritt

Beim geraden Ausfallschritt stehen die unteren Extremitäten auf dem Prüfstand. Rumpf und Extremitäten müssen sich hierbei der Drehung widersetzen und die richtige Haltung beibehalten. Mit diesem Test werden die Stabilität von Hüfte und Fußgelenk, die Beweglichkeit der Oberschenkelstrecker und die Kniestabilität überprüft.

Beschreibung

  • Eine Ferse wird an die äußere Kante des Bretts gestellt. Auf dem Brett wird die Stelle markiert, bis zu der die Tibia-Apophyse (Schienbeinknochen) – von der Fußspitze aus gemessen – reicht.
  • Die Gymnastikstange wird hinter den Rücken geführt und berührt Kopf, Brustwirbelsäule und Kreuzbein.
  • Die dem vorderen Fuß entgegengesetzte Hand umschließt die Gymnastikstange in Höhe der Halswirbelsäule. Die andere Hand fasst die Stange in Höhe der Lendenwirbelsäule (LWS).
  • Die Person stellt sich nun so auf das Brett, dass die Ferse des anderen Fußes genau an der markierten Stelle steht. Dann senkt sie das hintere Knie ab, bis es hinter der Ferse des vorderen Fußes das Brett berührt, und geht dann wieder zurück in die Ausgangsposition.
  • Der Ausfallschritt wird mit jeder Seite langsam und kontrolliert bis zu 3-mal ausgeführt.

Auswertung

3 Punkte:

  • Der Stab hat bei LWS-Extension Kontakt.
  • Keine Bewegung des Rumpfs.
  • Stab und Füße bleiben in der Sagittalebene.
  • Das Knie berührt das Brett hinter der Ferse des vorderen Fußes.

2 Punkte:

  • Der Stab verliert bei LWS-Extension den Kontakt.
  • Bewegung im Bereich des Rumpfs.
  • Stab und Füße bleiben nicht in der Sagittalebene
  • Das Knie berührt nicht das Brett hinter der Ferse des vorderen Fußes.

1 Punkt:

  • Gleichgewichtsverlust. 

Ein schlechtes Ergebnis bei diesem Test kann folgende Ursachen haben: Zum einen könnte die Beweglichkeit der Hüfte des Standbeins oder des anderen Beins zu stark eingeschränkt sein. Oder aber Knie oder Fußgelenk des Standbeins sind beim Ausführen des Ausfallschritts nicht stabil genug. Und schließlich könnten schlechte Testergebnisse auch die Folge eines Ungleichgewichts von relativer Schwäche der Adduktoren (inneren Oberschenkelmuskeln) und Spannung der Abduktoren (äußeren Oberschenkelmuskeln) bei einer oder beiden Hüften sein. Davon abgesehen könnte auch eine eingeschränkte Beweglichkeit im Bereich der Brustwirbelsäule dazu führen, dass der Sportler die Übung nicht richtig ausführen kann.

  • Bei einem Ergebnis von weniger als 3 Punkten muss genau überprüft werden, wo die Beweglichkeit eingeschränkt ist.
  • 2 Punkte = häufig geringe Einschränkungen bei der Beweglichkeit einer oder beider Hüften.
  • 1 oder 0 Punkte = möglicherweise mangelnde Symmetrie von Stabilität und Mobilität bei einer oder beiden Hüften.


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Übung 4: Mobilität der Schulter

Bei der Überprüfung der Schultermobilität wird untersucht, wie groß die Bewegungsreichweite auf beiden Seiten ist, indem die Innenrotation mit Adduktion (Anziehen eines Glieds an den Körper) und Extension sowie die Außenrotation mit Abduktion (Abspreizen eines Glieds) und Flexion miteinander kombiniert werden. Darüber hinaus sind für diese Bewegung eine normale Mobilität des Schulterblatts und eine Extension der Brustwirbelsäule erforderlich.

Beschreibung

  • Bestimmen Sie die Handlänge: Messen Sie dazu den Abstand zwischen der distalen Handgelenksfalte (am unteren Rand der Hand) und der Spitze des Mittelfingers.
  • Die zu untersuchende Person steht aufrecht mit geschlossenen Füßen und verbleibt während des gesamten Tests in der Position.
  • Machen Sie mit beiden Händen eine Faust, so dass der Daumen von der Faust umschlossen ist.
  • Bewegen Sie die Schultern so, dass eine Schulter so weit wie möglich adduziert, gestreckt und nach innen gedreht ist, während die andere weitmöglichst abduziert, gebeugt und nach außen gedreht ist.
  • Die Hände bleiben während des Tests zur Faust geballt und werden gleichzeitig vorsichtig auf den Rücken gelegt.
  • Messen Sie nun den Abstand an der schmalsten Stelle zwischen den Fäusten. Prüfen Sie die Schultermobilität auf jeder Seite mindestens 3-mal.

Clearing:
Am Ende dieses Mobilitätstests wird ein Clearing-Verfahren durchgeführt. Diese Bewegung wird nicht bepunktet, es wird lediglich beobachtet, ob Schmerzen auftreten. Wenn das der Fall ist, liegt ein positiver Befund vor und der gesamte Schultermobilitätstest wird mit 0 Punkten bewertet. Dieses Clearing ist erforderlich, weil ein Impingement (Einklemmung von Gewebe) der Schulter durch den Mobilitätstest allein nicht immer diagnostiziert werden kann. Dazu muss der Betreffende eine Hand auf die gegenüberliegende Schulter legen und dann versuchen, mit dem Ellbogen nach oben zu zeigen. Wenn diese Bewegung mit Schmerzen verbunden ist, gibt es für diesen Test 0 Punkte, unabhängig von den nachfolgenden Befunden:

Auswertung

3 Punkte:

  • Die Fäuste sind nicht mehr als 1 Handlänge auseinander.

2 Punkte:

  • Die Fäuste sind nicht mehr als 1 1/2 Handlängen auseinander.

1 Punkt:

  • Die Fäuste sind mehr als 1 1/2 Handlängen auseinander.

Ein schlechtes Ergebnis bei diesem Test kann verschiedene Ursachen haben. Wenn der kleine Brustmuskel (M. pectoralis minor) oder der breite Rückenmuskel (M. latissimus dorsi) zu stark entwickelt und verkürzt ist, kann es zu Haltungsänderungen kommen. Daneben kann auch eine scapulo-thorakale Dysfunktion (gekennzeichnet durch eine falsche Ausrichtung des Schulterblatts im Verhältnis zur Wirbelsäule) vorliegen, denn eine schlechte scapulo-thorakale Mobilität oder Stabilität kann auch zu einer eingeschränkten Mobilität des Oberarms führen.

  • Bei einem Ergebnis von weniger als 3 Punkten muss genau überprüft werden, wo die Beweglichkeit eingeschränkt ist.
  • 2 Punkte sind ein Hinweis auf geringfügige Haltungsänderungen oder Muskelverkürzungen, die vom Rumpf oder den Schulterblättern bis zum Oberarmknochen reichen (axio- oder skapulo-humerale Muskeln).
  • Bei 1 Punkt oder weniger kann es sich um eine scapulo-thorakale Dysfunktion handeln.


Und last but not least ...

... haben wir wieder für Sie ein paar interessante Artikel zusammengestellt, die thematisch unseren Newsletter abrunden:


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