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Winterroutine im Garten

Liebe Leserin, lieber Leser,

nun ist der Winter da, und wie. Eine dicke, weiche Schicht frisch gefallenen Schnees bedeckt meinen Garten. Und es fällt schwer zu glauben, dass gerade eine Schneeschicht der beste Frostschutz für die darunter liegenden Pflanzen ist. Die Schneedecke isoliert und bietet Schutz vor eisigen Winden, die den meisten Schaden anrichten. Von daher kann man sich gemütlich zurücklehnen und die Natur für sich arbeiten lassen. Auch möchte ich die weiße Pracht gar nicht erst durch Fußspuren verunstalten und widme mich lieber der Planung für die nächste Saison. Vielleicht denken Sie ja auch über Veränderungen im Garten nach, jetzt ist die Zeit dazu.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten

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Artischocken säen

Artischocken sehen nicht nur schön aus, sie sind auch sehr schmackhaft und gesund, da sie die Leber anregen. Kleine Artischocken können sie der Länge nach halbieren und in Olivenöl braten, große werden gekocht und mit einem würzigen Jogurt-Dip serviert. Schon im Januar können Sie Artischocken in einer Saatkiste aussäen, die sie an einem temperierten Ort aufstellen. Dann entwickeln sie garantiert noch in diesem Jahr kräftige Blüten. Am besten lassen Sie die Samen einen Tag in warmem Wasser quellen, dann keimen sie nach zwei bis drei Wochen.

Gehölze im Winter pflanzen

Im Moment kann nichts gepflanzt werden, hierfür sind frostfreie Tage und ein nicht gefrorener Boden erforderlich. Das Gleiche gilt auch für den Schnitt! Beim pflanzen im Winter ist es wichtig, für einen guten Bodenschluss sorgen, das heißt, nach dem Pflanzen die Erde kräftig antreten, damit es nicht zu Frostschäden an den Wurzeln kommt und die Erde sich hebt wenn es wieder friert. Auch im Winter sollte man die Gehölze vor dem Pflanzen über Nacht in Wasser stellen, damit sie ihre Reserven noch einmal auffüllen können.

Schnee abschütteln

Bei klirrender Kälte bleibt nicht mehr zu tun, als einen regelmäßigen Kontrollgang durch den Garten zu machen. Die Äste immergrüner Sträucher wie Rhododendron oder Kirschlorbeer können unter größeren Schneelasten brechen. Nach einer schneereichen Nacht sollten Sie die weiße Pracht daher mit einem Besen oder Rechen abschütteln.

Bei starkem Frost gefriert auch das Wasser in den Blattzellen der Rasengräser. Trittspuren sind oft bis zum Frühling sichtbar, weil die Blätter und Halme sich nicht wieder aufrichten, sondern abknicken und vergilben. Aus diesem Grund sollten Sie Rasenflächen bei Frost und geschlossener Schneedecke so wenig wie möglich betreten. 


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Pflanzen im Winterquartier

Bei der Überwinterung von Pflanzen ist einiges zu beachten. Es allen recht zu machen zu machen ist oft schwierig, da oft unterschiedliche Ansprüche in Blick auf Temperatur und Licht bestehen. Ideal, wenn verschiedene Räume zur Verfügung stehen. Überwintert werden können Pflanzen eingegraben oder gut verpackt im Freien, im Wintergarten, im Treppenhaus, in nicht beheizten Zimmern oder auch in hellen Kellerräumen.

Pflanzen müssen besonders im Winter regelmäßig auf Schädlinge untersucht werden. Oft schleppt man sie mit ein und im Winterquartier vermehren sie sich dann massenhaft und werden zur Plage.

Vogelfütterung

Vogelfütterung nur bei geschlossener Schneedecke und Frost. Der Futterplatz soll wind und schneegeschützt liegen und auch vor Nachbars Katze sicher sein. Meisen und Kleiber lieben zerkleinerte Nüsse sowie ungesalzenes tierisches und pflanzliches Fett (Finken und Ammern sind für jede Art von Sämereien dankbar, auch Hirse und Haferflocken. Rotkehlchen und Amseln bevorzugen Obststückchen, getrocknete Wild- und Weinbeeren, und etwas ungesalzenes Hackfleisch. Zur Not nehmen alle Vögel in Fett angeröstete Haferflocken an oder mit Wasser gekochten Haferschleim.

Spalierobst

Spalierobst an Südwänden, insbesondere Birnen, Pfirsiche und Weinreben, deren Früchte hier am besten ausreifen, sind im Spätwinter durch starke Sonneneinstrahlung und nachfolgende Frostnächte oftmals gefährdet. Jutestoff, den man vor die Gehölze spannt, vermag die Temperaturgegensätze so zu mildern, dass schwere Schäden vermieden werden. Auch Stämmchen brauchen Schutz. Sie können diese anhäufeln oder Reisig davorstellen.

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