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Gartenplanung, Winterschnitt und Pflanzenanzucht
Liebe Leserin, lieber Leser, klirrender Frost erspart uns nicht, im Garten nach dem rechten zu sehen. Sollten Sie Tulpen oder andere Blumenzwiebeln in Gefäßen ziehen, stellen Sie diese in einen frostsicheren, kühlen Raum. Ansonsten könnte es sein, dass Sie im Frühjahr eine Enttäuschung erleben.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Erst planen, dann loslegen
 Planen Sie das kommende Gartenjahr, bevor es im Garten
wieder richtig rund geht:
- Legen Sie Ihr
Zeitbudget fest. Auch mit täglich wenig Zeit lässt sich im Garten einiges
erledigen.
- Machen Sie
eine Liste der Arbeiten nach Prioritäten. An oberster Stelle stehen nicht
aufschiebbare Arbeiten wie Beete bepflanzen oder bestimmte Aussaaten, am
Schluss Routinearbeiten, Reparaturen und Verschönerungen.
- Achten Sie
auf den Wetterbericht und besorgen Sie sich einen Aussaatkalender. So können
Sie Ihre Zeit optimal nutzen und der Aussaaterfolg ist garantiert.
- Verteilen Sie
Arbeiten in der Familie: gemeinsam macht es mehr Spaß und wenn die
Zuständigkeiten geklärt sind, gibt es später keine langen Diskussionen.
- Reden Sie mit
Nachbarn, besuchen Sie Gartenfestivals oder Gartenschauen und holen Sie sich
neue Anregungen. Erstellen Sie eine Einkaufsliste und lassen Sie sich nicht zu
Spontankäufen hinreißen.
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Mit Farben richtig umgehen
Viele Blumen bestechen durch ihre farbenfrohen Blüten. Damit
Sie nicht enttäuscht von der Gesamtwirkung sind, hier ein paar Tipps, wie Sie
mit Blütenfarben umgehen können und was zu beachten ist:
- Warme Farben wie Gelb, Orange oder Zinnoberrot treten
optisch in den Vordergrund. Auf dem Balkon eher zurückhaltend einsetzen!
- Kalte Farben wie Blau, Violett, Blaugrün und Weiß wirken
entspannend und lassen den Raum größer wirken, ebenso wie helle Töne. Diese
lassen besonders eher trübe Schattenecken freundlich erscheinen.
- Dunkle Töne strahlen Ruhe aus und brauchen viel
Sonnenlicht. Im Schatten bleiben sie zu stumpf.
- Weiße und graue Blüten sowie abgetönte Farben wirken
harmonisierend, sie können kräftige Kontraste verringern.
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Wenn der Garten wieder auftaut
Nach strengen Frösten ist es ratsam, den Garten gründlich zu
inspizieren. Schauen Sie besonders Ihre Obstbäume an. Häufig entstehen bei
Dauerfrost tiefe Risse, die sofort versorgt werden müssen. Schneiden Sie die
Wunden vorsichtig aus und versorgen Sie diese mit Baumwachs. Lockern Sie auch
Binden, die zu straff sitzen. Diese schnüren sonst den Baum ein.
Prüfen Sie
frisch gepflanzte Stauden. Nach Frösten lockert sich der Boden oft, so dass die
Pflanzen nicht mehr genügend Erdkontakt haben. Setzen Sie die Pflanzen wieder
sorgfältig ein.
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Pflanzenanzucht auf der Fensterbank
Die Anzucht von Pflanzen auf der Fensterbank ist
kostengünstig und kinderleicht. Schon in wenigen Wochen können Sie damit beginnen,
Ihre Lieblingstomaten oder Blumen auszusäen – einen geschützten, hellen Platz
vorausgesetzt. Das macht nicht nur Spaß, Sie sparen auch einiges an Geld und
Zeit. Ab Mitte Februar können Sie Sommerblumen und Gemüse auf einer frostsicheren
und hellen Fensterbank vorziehen. So haben Sie rechtzeitig zum Beginn der
Pflanzsaison vorgetriebene Jungpflanzen mit einem deutlichen
Entwicklungsvorsprung. Sie brauchen: Sämereien, Aussaaterde und passende
Schalen bzw. Töpfe. Ein Andrückbrett hilft beim Andrücken des lockeren
Substrates um zu gewährleisten, dass die Samen möglichst guten Erdkontakt
haben. Eine Plastikhülle oder ein transparenter Deckel schützt vor dem
Austrocknen. Nicht vergessen: regelmäßig lüften oder ein paar Löcher in die
Folie stechen.
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Der richtige Zeitpunkt
Gehölze werden meist im Winter geschnitten. Das ist zwar
bequem für den Gärtner, aber nicht immer ideal für die Pflanze. Eine Faustregel
besagt, dass sommergrüne Pflanzen nach der Blüte oder im Herbst, Winter oder im
zeitigen Frühjahr während der Vegetationsruhe geschnitten werden sollten. Aber
wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen. Pflanzen, die man wegen ihrer
dekorativen Früchte kultiviert, werden mehrere Jahre nicht geschnitten, damit
sie üppige Beeren oder Hagebutten hervorbringen. Manche vertragen den
Rückschnitt während ihrer Ruhezeit nicht so gut, besonders im Spätwinter oder
im Vorfrühling, und ein Schnitt zum falschen Zeitpunkt kann für große Bereiche
eines Gehölzes, in extremen Fällen sogar für die ganze Pflanze, tödlich sein.
Andere Pflanzen werden geschnitten, um sie vor Schädlingen
und Krankheiten zu schützen. Wenn Pilz- und Bakterienkrankheiten in der Region,
in der Sie leben, weit verbreitet sind, sollte der Rückschnitt bei trockener
Witterung durchgeführt werden. Blattfallkrankheit bei Hartriegel oder
Feuerbrand beim Zierapfel kann sich bei feuchtem Wetter im Frühjahr leicht
ausbreiten.
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Forsythien schneiden
Damit Ihre Forsythie auch im nächsten Jahr wieder reichlich
blüht, muss sie geschnitten werden. Auf diese Art wird auch die Wuchshöhe in
Grenzen gehalten und die Entwicklung einer offenen Wuchsform gefördert. So
gehen Sie vor:
- Kürzen sie die abgeblühten Triebe bis auf 2–3 Knospen über
dem Ansatz ein.
- Bei gut angewachsenen Sträuchern nehmen Sie etwa ein
Drittel der älteren Zweige bis zur Basis heraus.
- Sägen Sie ältere, kräftige Zweige mit einer Säge, da sie
mit einer Gartenschere leicht gequetscht werden.
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