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Vielfalt statt Monotonie
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dem Beginn der Gartensaison droht gleich neues Ungemach. Auch wenn der Garten als Inbegriff für ein Stück Natur vor
der eigenen Haustüre gilt: korrekterweise muss man sagen, dass es sich um einen
naturnahen Lebensraum handelt. Und das auch nur dann, wenn er mit möglichst
vielen heimischen Pflanzen bestückt ist und vielen Tieren artenreiche
Lebensräume bietet. Denn in freier Natur wird weder gesät, geerntet, gejätet oder
gedüngt. Dafür sind natürliche Lebensgemeinschaften stabile Ökosysteme, deren
Bewohner sich gegenseitig kontrollieren und so ein biologisches Gleichgewicht
entstehen lassen. In solchen Lebensräumen kann es daher auch keine Schädlinge
oder Nützlinge geben, da jedes Mitglied der Lebensgemeinschaft eine wichtige
Funktion ausübt. Um Ärger mit Schädlingen zu vermeiden und Krankheiten
vorzubeugen ist also die beste Methode, von der Natur zu lernen und sich den
natürlichen Zuständen so weit wie möglich anzunähern. Das heißt Vielfalt statt
Monotonie und Mut zur wilden Ecke. Wieso, erfahren Sie in diesem Newsletter.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Lockerungsübungen im Garten
 Endlich haben Frost und Schnee die Böden frei gegeben, und man sollte man sich Gedanken zur Bodenbearbeitung machen. Nasse Böden allerdings sollten solange in Ruhe gelassen werden, bis sie derart getrocknet sind, dass ein Betreten keine dauerhaften Spuren hinterlassen werden. Besonders Böden mit hohem Lehmanteil trocknen nur langsam aus und verdichten sich bei zu frühem Betreten nachhaltig. Es gehört etwas Fingerspitzengefühl dazu, den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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simplify-Rat: Großmutters Hausmittel gegen Blattläuse
Blattläuse können sich bei steigenden Temperaturen
explosionsartig vermehren. Sie sind aber leicht zu entdecken und auch gut zu
bekämpfen. Oft genügt gründliches Abspritzen mit einem scharfen Wasserstrahl.
Natürliche Feinde wie Marienkäfer, Florfliegen und Vögel leisten auch einen
erheblichen Beitrag.
Bei extremem Befall können Sie Brennnesseljauche oder
Rainfarntee spritzen. 1 kg frische Brennnessel auf 10 l Wasser, 24 Stunden
ziehen lassen und unverdünnt spritzen. Für den Rainfarntee verwenden Sie 150 g
der getrockneten Pflanze die in 10 l kochendes Wasser gegeben wird. 30 Minuten
ziehen lassen und nach dem Abkühlen spritzen.
Ein anderes bewährtes Hausmittel ist das Besprühen der
befallenen Pflanzen mit einer Schmierseifenlösung.
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Dem Täter auf der Spur
 Während der Arbeiten im Frühling können Sie auch gleich darauf achten, ob sich Schädlinge blicken lassen, denn es zeigen sich die ersten Fraßspuren. Gegen Schnecken sollten Sie direkt vorgehen. Leider sind die kleinen Schneckenarten, die sich nur schlecht absammeln lassen, gerade im Frühling besonders hungrig. Bekämpfungsmaßnahmen wie Schneckenzäune oder ökologisch verträgliches Schneckenkorn sind in vielen Fällen nicht nur bequemer sondern auch deutlich effektiver. Hier geht es zum Artikel.
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simplify-Tipp: Schaffen Sie Arbeitsplätze im Grünen
Heuern Sie freiwillige Helfer an statt Geld auszugeben für
teure Pflanzenschutzmittel. Nicht nur ihr Konto, auch die Natur wird es Ihnen
danken. So genannte Nützlinge sind natürliche Gegenspieler von Organismen, die
im Garten Schaden anrichten können. Zu den Helfern zählen Marienkäfer und deren
Larven, beide vertilgen große Mengen Blattläuse, Florfliegen, zahlreiche Käfer,
Schlupfwespen, Spinnentiere und auch Vögel oder Igel. Alles was Sie tun müssen:
Gestalten Sie Ihren Garten so, dass sich diese nützlichen Organismen bei Ihnen
wohl fühlen. Blüten von heimischen Pflanzen locken Insekten und Vögel an, wilde
Ecken bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, unter dem Reisighaufen fühlt sich
der Igel wohl. Je mehr Mini-Lebensräume und Vielfalt im Garten, umso komplexer
die Lebensgemeinschaft und umso stabiler das gesamte System. Natürlich gehört
dazu auch etwas Mut zur Unordnung.
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