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Powerpflanzen und Spätzünder

Liebe Leserin, lieber Leser,

frische Kräuter aus dem eigenen Garten sind vielseitig, schmackhaft und gesund. Sie sollten in keinem Garten fehlen – Platz ist überall. Denn Kräuter sind sehr genügsam. Sie gedeihen im kleinsten Topf, auf der Fensterbank oder einfach vor der warmen Hauswand. Steht ein Garten zur Verfügung, lohnt es sich natürlich, über die Anlage eines Kräuterbeets nachzudenken.
Die einfachste Variante ist die Rechteckform. Auf einer Fläche von ca. 10 Quadratmetern lassen sich bis zu 20 verschiedene Arten unterbringen. Dies reicht, um eine Familie mit Würz-, Tee- und Heilkräutern zu versorgen. Planen Sie jetzt! Aber auch ein kleiner Balkonkasten reicht aus, um dem Sommer etwas Würze zu verleihen. Zusätzlich finden Sie heute einige Tipps zum Thema zweijährige Pflanzen. Ich wünsche eine schöne Gartenwoche.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten

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Gesundheit pur aus der Tüte

Jetzt stehen frische Kräuter hoch im Kurs und man kann es gar nicht abwarten, den berühmten Frühlingsquark mit selbst geerntetem Vitaminen anzureichern. Der schnellste und einfachste Weg führt in ein Gartencenter oder einen Supermarkt und man hat die Auswahl an mehr oder weniger großen Töpfen mit aromatischen Kräutern. Gelegentlich stellt sich aber ein Problem: Nicht jedes Kraut ist tatsächlich zum Verzehr geeignet; einige sind sogar so stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt worden, dass sie ausschließlich als Zierpflanze verwendet werden sollten. Achten Sie auf eventuelle Beschilderungen, die durchaus in Töpfen von Lavendel, Thymian, Rosmarin oder Salbei stecken können. Im Zweifelsfall halten Sie sich an Kräutertöpfe mit Bio-Siegel.
Hier geht es zum Artikel.


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simplify Tipp: Kräuter vom Balkon

Die meisten Kräuter wachsen auf dem Balkon problemlos in Töpfen oder Kästen, wenn ihre Standortbedingungen berücksichtigt werden. Viele lieben einen vollsonnigen Platz und einen nahrhaften, leicht alkalischen Boden, wie ihn handelsübliche Blumenerde bietet. Sie mögen regelmäßiges Gießen, aber vertragen keine Staunässe. Minzen bevorzugen im Gegensatz zu den allermeisten Kräutern einen leicht sauren Boden und benötigen für ihr starkes Wachstum ein größeres Gefäß und ausreichend Wasser. 


Blütenpracht mit Verzögerung

Zweijährige Pflanzen, sie werden gelegentlich auch Winterannuelle genannt, haben einen sehr interessanten Wachstumsrhythmus. Sie bilden im Jahr der Aussaat (meist) keine Blüten, sondern erst einmal eine Blattrosette oder kompakte Pflanze. Erst im darauf folgenden Frühling oder Sommer zeigen sich die Blüten. Zweijährige stellen einige der wertvollsten und schönsten Gartenblumen überhaupt: Vergissmeinnicht (Myosotis), Stiefmütterchen (Viola), Goldlack (Erysimum) oder Maßliebchen (Bellis) sind im Frühlingsgarten unverzichtbar. Etwas später kommen Bartnelken (Dianthus barbatus), Stockrosen (Alcaea), Duftende Landnelken (Dianthus caryophyllus), Nachtkerzen (Oenothera biennis), Fingerhut (Digitalis), Silberling (Lunaria), Duftende Nachtviole (Hesperis), Königskerze (Verbascum) oder Islandmohn (Papaver nudicaule) zur Blüte.



Simplify Kräutergestaltung

Wenn Kräuter im Balkonkasten auch noch schön aussehen sollen: Kombinieren Sie Kräuter mit verschiedenen Blattfarben. Ein Vorschlag für einen interessanten Kräuterkasten: Schnittlauch, Purpurblättriger Basilikum, Rosmarin, Petersilie und Thymian. Sie können Kräuter auch zwischen andere Balkonpflanzen oder Gemüse pflanzen. In bunt bemalten Töpfen als Solitäre versprühen sie mediterranes Flair.

simplify-Tipp: Auch die Blüten der Kräuter sind essbar. Probieren Sie einmal Thymian-, Salbei-, Rosmarin-, Borretsch- oder Schnittlauchblüten als essbare Deko zum Salat!