Es ist angerichtet!
Liebe Leserin, lieber Leser,
der
eigene Garten gilt vielen als Ebenbild des Paradieses, will man den
Hochglanzmagazinen und zahlreichen Gartenbüchern glauben. Doch im Gegensatz zum
echten Paradies, bedrohen im Garten Krankheiten und Schädlinge die Idylle. Der Grund dafür
ist einfach. Ein Garten ist eben kein natürliches Ökosystem, vielmehr handelt
es sich um eine Art Supermarkt für verfressene Schadorganismen wie Schnecken
und Co., wo auf engstem Raum alles gedeiht, was sie zum Leben brauchen – und
noch viel mehr. Und schon wieder tickt die Zeitbombe, sobald die Temperaturen
steigen, werden sich diese Pflanzenkiller rasant vermehren und über unsere
Beete herfallen.
Warum ist
das so? In der freien Natur hat sich im Laufe der Zeit ein ökologisches
Gleichgewicht eingestellt, wo es in der Regel keine größeren Störungen gibt. An
den Naturstandorten wachsen nur Pflanzen, die optimal an die dort herrschenden
Umweltbedingungen angepasst, robust und widerstandsfähig sind. Die Situation im Garten ist grundlegend anders: dort wachsen überwiegend Pflanzen, die so in
der Natur nicht vorkommen. Sie haben Nachbarn, die sie in der Natur nie hätten,
und Böden, die nicht wirklich ihren Bedürfnissen entsprechen. Um sie dennoch zu
Höchstleistungen zu ermuntern, üppig zu blühen und reiche Ernte zu tragen,
werden sie von Züchtern immer weiter veredelt und von uns mit Dünger versorgt,
was sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge macht. Diese haben hier also ein
leichtes Spiel und können sich munter ausbreiten.
Wir
Menschen machen es manchen Tieren und Krankheitserregern also ziemlich einfach,
sich in Massen zu vermehren und unsere Kulturpflanzen zu schädigen. Und weil
das so ist, haben wir auch zahlreiche Methoden ersonnen, die ungebetenen Gäste
wieder aus unseren Gärten zu vertreiben. Ich appelliere jedoch daran, Ruhe zu
bewahren. In meinem Garten habe ich „Verluste“ einkalkuliert und die chemische
Keule bleibt da wo sie hingehört, unter Verschluss. Natürlich hat jeder seine
eigene Schmerzgrenze, und spätestens bei den Rosen hört der Spaß auf. Trotzdem:
Immer einen klaren Kopf behalten und daran denken, dass es Alternativen gibt.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Pflanzen stärken, Schädlinge fernhalten
 Gesunde Pflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Deshalb ist es wichtig, schon bei der Auswahl der Pflanzen auf solche Sorten zu achten, die für das jeweilige Klima geeignet, widerstandsfähig und robust sind. Manche Sorten sind von Natur aus oder durch züchterische Selektion resistent gegen bestimmte Krankheiten oder Schädlinge. So gibt es z. B. Tomatensorten, die resistent oder zumindest tolerant gegenüber der gefürchteten Kraut- und Braunfäule sind, oder Gurkensorten, denen eine Resistenz gegenüber Mehltau angezüchtet wurde. Solche Sorten sind natürlich beim Anbau zu bevorzugen, weil sie den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln unnötig machen. Mehr dazu hier.
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simplify Praxistipp: Pflanzenschutzmittel-Knigge
Wenn Sie schon zur Spritze greifen, weil alles andere versagt hat, beachten Sie folgende Hinweise. Das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln erfolgt grundsätzlich nur an trockenen, möglichst windstillen Tagen. Bei Regen würde das Pflanzenschutzmittel sofort wieder von der Pflanze abgewaschen und würde nur das Grundwasser belasten, nicht aber die gewünschte Wirkung entfalten. Bei starkem Wind driftet zu viel Spritzmittel ab. Im schlimmsten Fall landet das Spritzmittel bei Gegenwind auf Ihnen, statt auf der Pflanze, wo es hingehört. Tage mit bedecktem Himmel eignen sich besser zum Spritzen als prall sonnige Tage, weil bei großer Hitze das Pflanzenschutzmittel zu schnell verdunstet und die Pflanze dadurch Schaden nehmen könnte.
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Am Anfang steht die Diagnose
 Um einen Schädlingsbefall oder eine Pflanzenkrankheit wirksam und möglichst schonend für die befallenen Pflanzen selbst und für die Umwelt zu bekämpfen, ist eine genaue Diagnose die wichtigste Voraussetzung. Es hilft in der Regel wenig, wenn Sie mit einem Breitband-Insektizid auf Schadinsekten oder einer geballten Ladung Fungizide auf mögliche Pilzerkrankungen zielen. Damit richten Sie unter Umständen sogar noch mehr Schaden an, weil außer den Schädlingen auch nützliche Organismen vernichtet und das ökologische Gleichgewicht nachhaltig zerstört wird. Im schlimmsten Fall bringt nicht der Schädling oder die Krankheit, sondern ein falsch eingesetztes Pflanzenschutzmittel die Pflanze, die man retten wollte, endgültig um. Gezielt eingesetzte Pflanzenschutzmittel, auch solche auf biologischer Basis, können kostenschonend und effektiv mehr bewirken als ein chemischer Rundumschlag. Hier geht es zum Artikel.
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Das 20-Minuten-Wunder!
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simplify Info: Globuli statt Schneckenkorn
Die Homöopathie ist eine aus der Humanmedizin bekannte, sanfte Heilmethode
ohne schädliche Nebenwirkungen, die auch bei Pflanzen gegen akute und
chronische Krankheiten und gegen Schädlingsbefall eingesetzt werden kann. Die
homöopathische Behandlung mobilisiert und stärkt die Selbstheilungskräfte und
wird bei Pflanzen vorwiegend in der Krankheitsprophylaxe eingesetzt. Dabei wird
der Pflanzenorganismus als Ganzheit betrachtet. Die Wirkung wird nicht durch
chemische Stoffe erreicht, sondern aufgrund von Informationen, die in ihnen
enthalten sind und an den Boden und die Pflanze übermittelt werden. Die
Pflanzen werden bei homöopathischen Verfahren also nicht durch Materie, sondern
durch „feinstoffliche Energien“ und Informationen therapiert.
Im Handel
erhältliche homöopathische Pflanzenstärkungsmittel bestehen aus Mineralien, Spurenelementen (Zink, Kobalt, Kupfer und
Mangan) sowie Auszügen aus Heilpflanzen. Sie entgiften den Boden, aktivieren
die Bodenorganismen zur Humusbildung und regen den Saftfluss in den Pflanzen
sowie die Mykorrhizabildung (symbiotisch mit den Pflanzenwurzeln kooperierende
Pilzkulturen) an den Haarwurzeln an, wodurch die Pflanzen bereitgestellte
Nährstoffe besser aufnehmen können. Verfechter der homöopathischen Verfahren
behaupten, dass diese subtiler, aber nachhaltiger in der Wirkung sind als die
konventionellen biologischen, chemischen oder biotechnischen Verfahren. Garantiert keine Nebenwirkungen und auch die Umwelt wird in keinerlei Weise belastet. Einen Versuch ist es allemal wert!!
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