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Grünes Gewissen oder Grünes genießen?
Liebe Leserin, lieber Leser,
bekanntlich ist immer genau das begehrenswert, was man
gerade nicht hat oder vielleicht gar nicht erst bekommen kann: „Was ich hab das
will ich nicht, was ich will das krieg ich nicht!“ Bei mir verhält es sich mit
dem Rasen so. Als ich noch inmitten der Stadt wohnte, war mein Garten umgeben
von gepflegten Gartenanlagen, in denen jedes herabgestürzte Blatt umgehend
entfernt werden musste. Zu dieser Zeit fand ich kaum ein Argument für die
Existenzberechtigung des kleinen Rasens hinter dem Haus und sehnte mich nach
einer Wildwiese mit lauter bunten Blumen: Ökowüste, grüne Auslegeware, spießig
und mehr schmähende Worte fielen mir ein,
wenn ich an das korrekt geschorene tiefgrüne Stück Teppich dachte, zusätzlich geplagt von einem schlechten Gewissen, da ich hungrigen Insekten und Vögeln
durch regelmäßiges Mähen die Nahrungsgrundlage entziehe.
Was soll ich sagen, jetzt befindet sich mein Garten auf dem Land,
genauer inmitten einer wuchsfreudigen Wildwiese, die ständig von allen Seiten über
die Beete kriecht und kaum zu bändigen ist. Als „Rasenersatz“ dient ein Stück
dieser Wiese, welches ich mit der Sense unter Kontrolle halte und mich darüber
wundere, das plötzlich hier und sonst nirgends Brennnesseln sprießen und Maulwürfe
ihr Unwesen treiben. Brav grabe ich Jahr für Jahr die Trittsteine wieder aus und verstehe plötzlich wie es
möglich ist, dass antike Städte unter meterdicken Erdschichten verschwinden konnten.
Bis letzte Woche die Sehnsucht nach einem kontrollierbaren Stück
Natur nicht mehr zu bändigen war: Ein etwa 50 Quadratmeter großes Stück der Wildwiese
wurde abgetragen, der Boden sorgsam vorbereitet und ich kaufte eine robuste Rasenmischung.
Jetzt freue ich mich auf den glatten, grünen gepflegten Teppich inmitten des Dschungels.
Akzente setzen! Vielleicht nicht im Trend und auch nicht political correct – aber angesichts der Fülle drumherum
vertretbar.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis aus dem gepflegten Grün
wieder eine Wiese geworden ist. Doch wenigstens für diesen Sommer wird der neue Rasen eine grüne Insel
inmitten der brandenden Natur sein.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Sehen Sie Ihren Garten noch?
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Oder stapelt sich vor Ihrem Fenster so viel Gerümpel, dass Ihnen der Blick verwehrt bleibt?
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simplify Tipp: Rasen düngen
Das Mähen, mit Ausnahme des Mulchmähens, entzieht dem Rasen
Nährstoffe, die wieder ergänzt werden müssen. Düngen Sie im Frühjahr. Damit der
Rasen schnell grün wird, empfiehlt sich eine erste Stickstoffdüngung im
März/April. Es wird bisweilen aber auch empfohlen, nicht vor Ende Mai/Anfang
Juni zu düngen, da die Gräser nach der Winterruhe eine enorme Wuchskraft haben.
Der Zeitpunkt hängt vom Zustand Ihres Rasens ab und wie dieser über den Winter
gekommen ist. Guter organischer Rasendünger wirkt langfristig und setzt die
Nährstoffe nur allmählich frei. Im Sommer erfolgt ggf. eine Nachdüngung, bis
zum Herbst können Sie die Nährstoffzufuhr allmählich reduzieren.
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Rasen säen: so wird es gemacht
 Spätestens
jetzt, ehe eine Sommerhitze auftreten kann, sollten Sie Ihren Rasen, ganz
gleich wie groß, aussäen. Der Boden ist mittlerweile so stark erwärmt, dass die
Saat zügig keimt. Außerdem ist es, anders als im frühen Frühling,
unwahrscheinlich, dass eine hartnäckige Staunässe auftritt. Und sollte es
dennoch trocken werden, lässt sich die Bewässerung gut selbst regeln. Hier geht es zum Beitrag
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Unzufrieden mit Ihrem Garten? - Das kann sich ändern mit der neuen simplify-Garten Community
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Sind sie unzufrieden mit der Gestaltung Ihres Gartens? Sorgen Sie sich um Ihre Rosen? Verstehen Sie nicht, warum Ihre Pflanzen nicht so erstrahlen, wie Sie es gerne hätten? Haben Sie Angst vor Schädlingen?
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simplify Tipp: Wie werde ich Moos wieder los?
Ärgernis Nummer eins ist Moos im Rasen. Die Ursachen hierfür
sind aber sehr vielfältig. Wichtig zu wissen ist, dass Moos den Rasen nicht
verdrängt, sondern sich nur dort ausbreitet, wo der Rasen sich zurückzieht.
Moos gedeiht dort, wo kein Gras mehr wachsen kann. Daraus ergibt sich
logischerweise, dass zur Bekämpfung von Moos der Untergrund wieder so
hergestellt werden muss, dass Gras wächst.
1. Schatten ist nicht alleinige Ursache für Mooswuchs,
fördern diesen aber. Schattenbereiche daher nur wenn nötig durch Entfernen von
Bäumen oder Sträuchern aufhellen. Bereiten Sie den Boden auf und säen Sie ggf.
eine schattenverträgliche Rasenmischung ein.
2. Vermeiden Sie Kahlstellen im Rasen durch fehlerhafte
Pflege.
3. Rechen Sie Laub und Rasenschnitt vor dem Winter gut ab,
besonders im Winter soll die Rasenfläche frei liegen.
4. Testen Sie den pH-Wert des Bodens. Rasen gedeiht am
besten in schwachsauren bis neutralen Böden zwischen pH 5,5 und 7,0. Weicht der
pH-Wert stark von diesem Wert ab, ist dem Moos Tür und Tor geöffnet. Kalkgaben
in Form von Algenkalk auf sauren Böden schafft hier Abhilfe.
5. Jährliches Lüften (Vertikutieren) im Frühjahr bei
gemähtem Rasen und die Entfernung von Rasenfilz verbessern die Bodendrainage
und die Nährstoffversorgung der Graswurzeln. Ideal ist Vertikutieren in
Verbindung mit einer Düngung.
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Festmahl für Rosen
 Alle Rosen streben
jetzt ihren Hauptflor an. Wer im Frühling beim Austrieb verpasst hat, sie zu
düngen, kann das jetzt nachholen. Ist der Boden sehr sandig oder aus anderen
Gründen ziemlich nährstoffarm, ist eine zweite Düngung zum jetzigen Zeitpunkt
ebenfalls angebracht. Was zu beachten ist, erfahren Sie hier.
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