simplify Garten
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Langer Tag und magische Nacht

Liebe Leserin, lieber Leser,

der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres, gefolgt von der kürzesten Nacht – der Tag der Sommersonnenwende. Das heißt, an diesem Tag erreicht die Sonne den größten Abstand vom Himmelsäquator, steht scheinbar still, kehrt um und nähert sich wieder dem Himmelsäquator. Die Sonnenwende markiert den Beginn des astronomischen Sommers und ist ein Ereignis, das auch schon von unseren Vorfahren genau beobachtet wurde und zu allen Zeiten und in vielen Kulturen von großer Bedeutung war. Mit der Sonnenwende sind daher viele Bräuche und Traditionen verbunden, auch steht sie in enger Verbindung zur Johannisnacht, das ist die Nacht vom 23. auf den 24. Juni.

Der 24. Juni gilt als Geburtstag Johannes des Täufers, doch gehen die damit verbundenen Bräuche bis weit in die vorchristliche Zeit zurück, vielerorts entzündet  man bis heute in dieser Nacht die sogenannten Johannisfeuer. Das Feuer sollte böse Dämonen vertreiben und Krankheiten abwehren; Kräutern, die ab dem Johannistag gepflückt werden, schrieb man eine besonders starke und heilsame Wirkung zu, berühmtestes Beispiel ist das Johanniskraut. Auch für die Landwirtschaft ist dieser Tag von gewisser Bedeutung und eine wichtige Marke: nun ist die Zeit für die letzte Heuernte gekommen, die Erntesaison beginnt. Was auch immer der Hintergrund ist für viele Bräuche, eines ist gewiss: der kalendarische Sommer beginnt nun, und damit nähert sich das Gartenjahr seinem Höhepunkt.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten

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Achtung Untermieter

Beim Schnitt einer Hecke es hinsichtlich des Zeitpunktes etwas Wichtiges zu beachten: Brütende Vögel dürfen nicht durch einen Schnitt der Hecke, in der sie leben, vertrieben oder ihre Nester zerstört werden. Schließlich erfreuen sie uns nicht nur durch ihren Gesang, sondern räumen auch nachhaltig unter den Schädlingen auf. Ein Vogelschutzgesetz verbietet den Heckenschnitt zur Brutzeit. Da regionale Gesetzgeber unterschiedliche Zeiten dafür vorsehen, ist es angebracht, sich vor Ort zu erkundigen, zu welchen Zeiten der Einsatz von Schere und Säge erlaubt sind. Und natürlich sind auch außerhalb der reglementierten Zeiten bewohnte Gehölze für den Schnitt tabu – es dauert ja sowieso nur wenige Wochen um die ein Heckenschnitt im Falle des Falles verschoben werden muss.

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simplify Tipp: Blütengehölze aus Stecklingen

Im Sommer können Sie Ihre Lieblingssträucher durch Spross- oder Triebstecklinge vermehren. Auch das Schnittgut von Heckenpflanzen können Sie hierfür verwenden. Nehmen Sie diesjährige Triebe, die noch keine Endknospe als Abschluss gebildet haben. Der Trieb darf nicht verholzt sein, ideal ist ein halb verholzter, mittelfester Steckling. Schneiden Sie am frühen Vormittag auf 5–8 cm Länge und entfernen Sie die Blätter im unteren Drittel. Nun stecken Sie den Trieb in vorbereitete Erde, überbrausen ihn und decken alles mit Folie ab. Schattieren nicht vergessen!

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Rechtzeitig handeln

Rosen, Phlox, Salat und Indianernesseln sind nur einige Pflanzen, die leicht unter Mehltau leiden, und das besonders nach warmen, feuchten Sommernächten. Dieser Pilz ist leicht erkennbar und beim ersten Auftreten sollten unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden, um ihn zu stoppen. Doch neben dem bekannten „Echten Mehltau“ können auch andere Pilzkrankheiten nachhaltig den Spaß am Gärtnern verderben. 

simplify Gartentipp: Original oder Fälschung?

Beim Echten Mehltau sind die Blätter zuerst oben, dann beidseitig von einem mehlartigen Pilzgeflecht bedeckt, das auch Knospen, Blüten und Triebe befällt. Die Blätter sind deformiert, verdreht oder gekräuselt. Im Gegensatz zum Falschen Mehltau lässt sich der Pilzbelag abwischen. Außerdem befindet sich beim Falschen Mehltau das weißlich graues bis hellbraunes Pilzgeflecht auf der Blattunterseite, auf der Blattoberseite treten gelbe bis rötliche Flecken auf.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung sind die gleichen, in beiden Fällen werden befallene Pflanzen und Pflanzenteile sofort über den Hausmüll entsorgt.