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Gehölze im Sommer schneiden?

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Ereignisse überschlagen sich: WM in Südafrika, Hochzeit im schwedischen Königshaus, allerorten Sommerfeste, Grillparties und Kulturevents. Sommer. Wer soll da noch Zeit haben, sich um seinen Garten zu kümmern.

Und trotzdem möchte ich anregen, einmal über das Thema Sommerschnitt von Gehölzen nachzudenken. Der Sommerschnitt hat im Vergleich zum üblichen Winterschnitt gleich mehrere Vorteile: Da im Sommer an den Schnittstellen weniger Saft austritt verheilen die Schnittwunden besser als im Winter. Auch kann man Form und Dichte der Krone in belaubtem Zustand besser beurteilen als im Winter, wo oft übertrieben viel geschnitten wird. Die Pflanze kompensiert dies dann zu Beginn der Wachstumsperiode mit dem aktivieren schlafender Augen und bildet zahlreiche neue Knospen, der Auslichtungseffekt wird damit zunichte gemacht. Neue Schnittmaßnahmen folgen, die Pflanze wird noch mehr geschwächt. 
Auch kann man beim Sommerschnitt Blatt und Blütenknospen leichter voneinander unterscheiden.

Also vielleicht doch mal die Gartenschere herausholen und zwischen zwei Fußballspielen einen Blick in den Garten werfen. 

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten

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Samen selber ernten

Saatgut aus der Tüte ist zwar nicht allzu teuer, doch es gibt kaum etwas, das soviel Spaß macht, wie von Pflanzen die im eigenen Garten wachsen Samen abzunehmen um Pflanzen selbst heran zu ziehen. Nach wie vor ist die Aussaat die preiswerteste Vermehrungsmethode, wenn man viele Pflanzen für größere Beete und Gartenpartien braucht. Und nichts spricht dagegen, an schönen und gesunden Pflanzen im eigenen Garten einige Blütenstiele stehen zu lassen, um davon Samen zu gewinnen. 


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simplify Gartentipp: Anrüchig aber wirkungsvoll

Pflanzenjauchen herstellen ist ganz einfach: Weichen Sie das Kraut mehrere Tage bis maximal 3 Wochen, je nach Pflanze, in Wasser ein, bis das Pflanzenmaterial vergoren ist. Die Jauche wird während der gesamten Zeit täglich umgerührt. Dabei entstehen unangenehme Gerüche, deshalb empfehle ich, Jauchen in einem entlegenen Gartenteil anzusetzen. Eine Handvoll Gesteinsmehl, das man über die gärende Flüssigkeit streut, mindert die Geruchsbelästigung.

Die Jauche ist fertig, sobald sie nicht mehr schäumt. Nach dem Abseihen wird 1 : 10 bis 1 : 20 verdünnt und diese Lösung möglichst rasch verspritzt. Der unangenehme Geruch der Jauche kann mit einigen Tropfen Baldrian-Blütenextrakt übertönt werden. Tipp: Da die Jauche während der Gärung schäumt, das Gefäß nicht ganz bis zum Rand füllen!

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Was Sie tun können, um Ihren Garten ganzjährig in vollen Zügen zu genießen, erfahren Sie jetzt im neuen Gartenbegleiter Das kleine simplify-Gartenbuch – 133 einfache Tipps fürs ganze Jahr.

Lesen Sie dort, wie Sie zum Beispiel

  • Ihre Beete optimal vorbereiten,
  • die Aussaat genau zum richtigen Zeitpunkt vornehmen,
  • Gehölzpflanzungen planen,
  • immergrüne Nadel- und Laubgehölze pflanzen,
  • Beet- und Edelrosen richtig schneiden,
  • Stauden teilen,
  • Schwächen und Schwachpunkte an Ihrem Rasen beheben,
  • Schnecken wirksam begegnen – ohne Chemiekeule,
  • uvm.

Hygiene auch im Garten

Wenn Pflanzen von Krankheiten oder Schädlingen befallen sind, müssen oft Pflanzenteile ausgeschnitten oder manchmal auch die gesamte Pflanze entsorgt werden. In der Regel erfolgt das in einem Kleingarten über den Komposthaufen oder die Komposttonne (Schnellkomposter). Aber nicht alle Pflanzenreste eignen sich zur Kompostierung. 


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simplify Tipp: Düngen mit Augenmaß

Gartenpflanzen brauchen Futter, das weiß jeder Gärtner. Vor allem Gemüse entzieht dem Boden reichlich Nährstoffe. Manche Arten wie etwa Kohl, Tomaten und Kürbisgewächse sind in dieser Beziehung geradezu unersättlich. Das von Natur aus im Boden vorhandene Nährstoffangebot reicht daher manchmal nicht aus, es muss zusätzlich gedüngt werden.

Auch im Ziergarten wird gern mit unterstützenden Düngergaben das Beste aus den Pflanzen herausgeholt. Doch meist wird mehr gedüngt, als sinnvoll und notwendig ist. Tatsächlich gehen mehr Pflanzen in unseren Hausgärten an Überdüngung als an Nährstoffmangel ein! Überdüngte Pflanzen geraten in Stress oder „verbrennen“ wegen der hohen Konzentration von Salzen und Nährstoffen im Boden. Außerdem macht zu viel Stickstoff (und um diesen handelt es sich bei den meisten handelsüblichen Düngern) die Pflanzen mastig und weich. Mineralische Dünger („Kunstdünger“) wirken zwar schneller als organische (z. B. Kompost) und lassen die Pflanzen kurzfristig üppiger wachsen. Sie wirken aber wie ein Aufputschmittel und erhöhen das Risiko, dass die Pflanzen von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht werden.

Wenn also gedüngt werden muss, dann sollte man organische Dünger mit Langzeitwirkung bevorzugen und nur so viel davon einsetzen, wie wirklich von der Pflanze gebraucht wird.