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Sommerzeit ist Beerenzeit
Liebe Leserin, lieber Leser, die Ernte von Beerenobst im Sommer ist einer der
Höhepunkte im Gartenjahr. Zum Naschen oder zum Einkochen, als Gelee, Saft oder
Kuchenbelag: Beeren stellen in jeder Hinsicht eine Bereicherung dar, nicht
zuletzt auch als Beitrag zur Gesundheit. 100 g Schwarze Johannisbeere enthalten
beispielsweise 177 mg Vitamin C, eine echte Vitaminbombe. Die Vielfalt an
Sorten macht es möglich, für jeden Garten das Passende zu finden.
Aber Vorsicht bei der
Ernte: jede Verletzung der empfindlichen Beeren kann deren Haltbarkeit
drastisch verkürzen. Die Anfälligkeit für Fäulnis- und Pilzinfektionen steigt.
Beerenobst sollte innerhalb von 24 Stunden verzehrt oder verarbeitet werden.
Gelagert wird es am besten kühl und trocken. So ist es maximal zwei Tage
haltbar.
Die Erntereife ist erreicht, wenn die Früchte
voll ausgefärbt, aber noch fest im Fleisch sind. Sie sollten sich leicht von
der Pflanze trennen lassen. Brombeeren und Himbeeren werden vorsichtig vom
Blütenboden abgezogen, Stachelbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren können Sie samt
Stiel abzwicken.
Beginnen Sie beim Pflücken auf der Sonnenseite.
Idealer Zeitpunkt für die Ernte sind die Vormittagsstunden trockener Tage.
Wichtig ist, die Früchte innerhalb der nächsten
halben Stunde ins Haus zu bringen und an einen kühlen, trockenen Platz zu
stellen. Decken Sie die Schale auf keinen Fall mit Plastikfolie ab: diese hält
die Reifegase zurück und beschleunigt die Nachreife. Ein Leinentuch ist besser
geeignet. Und ernten Sie nicht zu viele Früchte auf einmal: die untersten
werden sonst leicht zerquetscht.
Bleibt nur noch zu wünschen: Guten Appetit
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Ausflug in den Garten
 Fast in Vergessenheit geraten ist die Praxis, Topfpflanzen im Frühjahr im Garten einzusenken, was nichts anderes heißt, als sie samt Topf in der Erde zu vergraben. Eingesenkte Pflanzen blühen auf, selbst halbtote erwachen zu neuem Leben. Sie entwickeln sich unter anderem so prächtig, weil die Temperatur in ihrem Wurzelbereich geringen Schwankungen unterworfen ist als bei frei stehenden Blumentöpfen. Für den Gärtner bedeutet das gesunde, blühfreudige Pflanzen, die weniger Pflege und vor allem weniger Gießwasser brauchen, da die umgebende Erde Feuchtigkeit länger hält.
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simplify Gartentipp: Saatbeet kühlen
Wie Artischocken und andere Korbblütler keimt Salat bei zu viel Wärme nur unwillig oder gar nicht. Ab Temperaturen von etwa 20 °C fallen die Samen in eine Art Hitzestarre. Streuen Sie bei Nachsaaten die Körnchen deshalb zuerst in ein feuchtes Küchentuch aus Papier und legen Sie es zwei Tage lang in den Kühlschrank; anschließend werden die Samen mitsamt dem Papier gesät, das heißt in den Boden gelegt und dünn mit Erde bedeckt. Das Saatgut darf nie austrocknen, deshalb regelmäßig gießen. Dies verschafft den Samen nicht nur das dringend benötigte Nass, sondern auch Abkühlung. Denselben Effekt erzielen Sie, wenn Sie zur Beschattung und Kühlung feuchtes Sackleinen oder einen Baumwollstoff (ein Stück von einem alten Bett- oder Tischtuch) auf dem Saatbeet ausbreiten.
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Gartenwerkzeug mit Geschichte
 Die Hacke ist ein Gartenwerkzeug mit langer Tradition, fast jede Region, jeder Volksstamm hatte seine eigene, nur in dieser bestimmten Gegend gebräuchliche Haue oder Hacke. Es gab Kraut-, Hopfen- oder Spargel-Hauen. Bergvölker benutzen kurzschäftige und im spitzen Winkel nach innen gebogene Hacken. Auf steinigen Böden, wie sie in der oberbayerischen Schotterebene auftreten, verwendete man nach vorne spitz zulaufende Hauen. Breite Hackblätter deuten auf Arbeiten in abschüssigem, lockerem Boden hin, wie man ihn in Rebanlagen vorfindet.
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JETZT KENNENLERNEN!
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simplify Tipp: Wohin mit dem Rasenschnitt?
»Rasenschnitt verrottet nicht«, glaubt so mancher Gärtner und wirft ihn in die Mülltonne. Tatsächlich verklumpen und verschimmeln die weichen grünen Halme, wenn sie zu dicht aufgeschichtet wurden. Besser ist es, das Schnittgut flach ausgebreitet einige Tage trocknen zu lassen, bevor man es in dünnen Schichten auf den Kompost gibt. Sammeln sich große Mengen an, dann setzen Sie die angewelkte Masse mit Erde und Abfällen vermischt und Steinmehl überpudert zu einer Miete auf. Dieser Kompost enthält viel Stickstoff und ist der ideale Dünger für Tomaten, Kopfkohl und andere Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf. Grasschnitt eignet sich auch gut zum Mulchen oder als Flächenkompost, sofern Sie ihn nicht zu dick ausbringen.
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