Vielfalt spart Geld
Liebe Leserin, lieber Leser,
Heuern Sie freiwillige Helfer an statt Geld auszugeben für
teure Pflanzenschutzmittel. Nicht nur ihr Konto, auch die Natur wird es Ihnen
danken. So genannte Nützlinge sind natürliche Gegenspieler von Organismen, die
im Garten Schaden anrichten können. Zu den Helfern zählen Marienkäfer und deren
Larven, beide vertilgen große Mengen Blattläuse, Florfliegen, zahlreiche Käfer,
Schlupfwespen, Spinnentiere und auch Vögel oder Igel. Alles was Sie tun müssen:
Gestalten Sie Ihren Garten so, dass sich diese nützlichen Organismen bei Ihnen
wohl fühlen. Blüten von heimischen Pflanzen locken Insekten und Vögel an, wilde
Ecken bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere, unter dem Reisighaufen fühlt sich
der Igel wohl. Je mehr Mini-Lebensräume und Vielfalt im Garten, umso komplexer
die Lebensgemeinschaft und umso stabiler das gesamte System. Natürlich gehört dazu
auch etwas Mut zur Unordnung.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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simplify Tipp: Privatsphäre auf dem Balkon
Ein ausreichend großes Gefäß, eine Kletterhilfe und die
passende Pflanze: mehr braucht es nicht für eine sommerliche Laubwand, die
allzu neugierige Blicke aus der Umgebung fernhält. Einige Tipps zu
Kletterpflanzen auf dem Balkon:
- Auf besonders windoffene Lagen reagieren die meisten
Pflanzen empfindlich.
- Stehen nur Pflanzkübel zur Verfügung, sind einjährige
Kletterpflanzen zu bevorzugen.
- Wurzelkletterer können den Verputz beschädigen, besser
sind Ranker, die an einer Kletterhilfe aus gespannten Schnüren, Draht oder
Spalieren emporwachsen. Besonders schön ist natürlich ein stabiles Gitter aus
Holzlatten, das auch ohne Bewuchs attraktiv anzusehen ist. Der Abstand zur Wand
sollte etwa 5 bis 10 Zentimeter betragen.
Die schönsten einjährigen Kletterpflanzen für den Balkon
sind die Glockenrebe, Zierkürbis, Feuerbohnen, Schönranke, Trichterwinde,
Duftwicke, Feuerbohne, Sternwinde, Schwarzäugige Susanne und natürlich
Kapuzinerkresse, deren essbare Blätter eine herzhafte Note in den Salat
bringen.
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simplify Tipp: Tomaten ernten
August ist die große Zeit der Tomatenernte. Vollreif sind sie, wenn sie sich leicht vom Stiel lösen lassen. Selbst angebaute Tomaten haben den Vorteil, dass die Früchte voll ausreifen können und man mit verschiedenen Sorten experimentieren kann. So kann man auch gelbe Tomaten anbauen, die im Geschmack milder sind als die roten Sorten. Zum Beispiel ‘Goldene Königin’, eine großfruchtige Sorte, ‘Sweet Cherry’, eine kleinfrüchtige Sorte, ‘Mirabell’, eine Cocktailtomate. Bei den roten ist ‘Concorde’ eine gute, robuste Sorte, die sich sowohl für das Freiland wie für das Gewächshaus und zum Anbau in Töpfen und Kübeln eignet.
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Hilfe für Schmetterlinge
 Auch
Schmetterlinge sind immer seltener geworden. Der Hauptgrund ist der Mangel an
geeigneten Nahrungspflanzen durch fehlende Feldraine, dürftige Waldränder,
geputzte Gärten und die Anwendung von Unkrautvernichtungsmitteln. Jeder
Gartenbesitzer kann einiges tun, um Schmetterlingen einen Lebensraum zu bieten.
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Wildbienen im Garten
 Tun
Sie nützlichen Honigbienen, aber auch Wildbienen und Hummeln etwas Gutes. Denn
für viele Blüten bestäubende Insekten fehlt in der heutigen Landschaft die
Vielfalt an Nektarpflanzen, die sie benötigen, um sich zu ernähren, sich zu vermehren
und zu überleben. Und da kann der Garten aus mehreren Gründen ein idealer
Lebensraum für Hummeln, Bienen und Wildbienen sein: Auf dem kleinen Stück
Gartenland lassen sich Pflanzen kultivieren und halten, die ihnen ganzjährig
Nahrung bieten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Speisezettel für diese
Tiere die Vegetationsperiode hindurch keine Lücken aufweist.
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