In Düften schwelgen
Liebe Leserin, lieber Leser,
inzwischen ist es hinlänglich bekannt, wie wichtig unser Geruchssinn ist. Gerüche sind verbunden mit Erinnerungen und können Emotionen auslösen, wir können jemanden anders riechen oder nicht. Auch Pflanzen arbeiten mit den raffiniertesten Düften, weniger um unsere Nase zu umschmeicheln, als um potentielle Bestäuber anzulocken. Doch ganz nebenbei gefallen uns diese so gut, dass wir diese Pflanzen hegen und pflegen, in Kultur nehmen, vermehren und im Garten verwöhnen. Ein interessanter Gedanke unter dem Blick der Evolutionsbiologie, dass manche Pflanzen es geschafft haben, dass wir Menschen ihnen Treibhäuser bauen und alles Erdenkliche zum Erhalt der Art beitragen. Doch heute ein paar Einblicke in die vielfältige Welt der Düfte, von denen nicht alle angenehm sind.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Glücksbringer auf sechs Beinen
 Aufgrund ihrer auffälligen, meist roten, Färbung und der
charakteristischen schwarzen Punkte sind die kleinen hochgewölbten, fast
halbkugeligen Marienkäfer bei Groß und Klein ebenso bekannt wie beliebt und
gelten sogar als Glückssymbol. Farbe und Musterung der Marienkäfer kann sehr
vielfältig sein. Manche Arten haben eine schwarze Grundfärbung mit roten
Punkten, andere sind hauptsächlich gelb und mit zahlreichen schwarzen Punkten
übersät. Während die Färbung innerhalb einer Art variieren kann, ist die Anzahl
der Punkte immer artspezifisch und hat übrigens nichts mit dem Alter der Käfer
zu tun. Aber was wissen Sie über diesen allgegenwärtigen kleinen Käfer?
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Unordnung stresst, kostet viel Zeit und steht neuen Ideen im Weg.
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simplify Gartentipp: Was Fliegen stinkt
Starke Düfte von Tomaten, Basilikum,
Rhizinus oder Zitronenmelisse genügen oft, unliebsame Mücken und Fliegen in die
Flucht zu schlagen. Ameisen machen kehrt, wenn Nelkenöl ihre Straße versperrt.
Lorbeeröl ist wie Essig, Zitronensaft oder Lavendel bei zahllosen Fliegen
ausgesprochen unbeliebt. Auch ein Walnussbaum vermag surrende Plagegeister in
Schach zu halten und der Zitronenstrauch unterstützt ihn als Kübelpflanze
dabei.
Eine Zumutung aus Sicht der Fliegen ist der
Rainfarn. Seine stark würzig riechenden, farnartigen Blätter und die
zahlreichen gelben Blütenköpfchen scheinen Insekten nicht zu mögen, was wohl
auf das in ihnen enthaltene toxische Thujon zurückzuführen ist. Auch als
vergärte Brühe angesetzt ist der Rainfarn ein wichtiges Pflanzenschutzmittel.
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Jahreszeit der Düfte
 Der Sommer ist die Jahreszeit der Düfte,
und was ist schöner, als sommerliche Düfte, die durch geöffnete Fenster ins
Haus strömen. Die Welt der Duftpflanzen ist vielfältig. Beginnen wir mit den
stark duftenden Geißblättern oder auch Jelängerjelieber. An einer Sitzlaube
gepflanzt, begleitet uns süßlicher Sommerduft bis zwei Meter in luftig duftige
Höhen. Als duftende Unterpflanzung machen sich Prachtnelken tags und nachts
duftend bemerkbar.
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simplify Gartentipp: duftendes Potpourri
Die Tradition, Blüten auf dem Wasser in
schönen Gefäßen schwimmen zu lassen, wo sie ihren Duft verströmen, kommt
vermutlich aus Indien. Ebenfalls eine Duftquelle sind Potpourris, duftende
Mischungen von Kräutern und Blüten, die manches Dufterlebnis aus dem
vergangenen Gartenjahr wieder auferstehen lassen. Potpourris sind ganz leicht
selber herzustellen: Mischen Sie trockene Blüten und Kräuter mit gemahlener
Iriswurzel als Fixativ – im Reformhaus erhältlich – in einer Schale aus Glas
oder glasiertem Steingut. Nach und nach tropfen Sie ätherisches Öl über die
Mischung. Füllen Sie alles in eine gewachste Papiertüte, damit die Öle nicht
durchsickern können. Gut verschlossen, reift das Potpourri etwa zwei Wochen an
einem trockenen, dunklen und kühlen Ort. Wenden Sie den Inhalt der Tüte alle
zwei Tage mit einem Holzlöffel. Danach füllen Sie alles in ein schönes Gefäß.
Sie können den selbst kreierten Duft umso länger genießen, je kürzer Sie ihn
der Luft aussetzen. Verwenden Sie zum Auffrischen die gleichen Öle.
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