Liebe Leserin, lieber Leser,
nach dem Jahreswechsel folgen in aller Regel die kältesten
Wochen der Saison, und die verführen einen nicht gerade dazu, es sich auf
Balkon oder Terrasse bequem zu machen.
Daran kann auch eine etwaige Dauer- oder Winterbepflanzung
wenig ändern, die mit einigen frostharten und immergrünen oder zumindest
wintergrünen Sorten die Stellung hält. Unter Reif und Schnee bieten Laubtriebe
und Grashalme mitunter ein zauberhaftes Bild, unterstützt von ein paar
tiefgefrorenen Früchten oder winterlichen Blüten der Schneeheide. Eine
Reisigabdeckung erleichtert diesen Arten das Überleben – bei extremen
Minustemperaturen, aber auch bei vorübergehender Erwärmung.
Die übrigen Balkon- und Kübelpflanzen sind vor dem Winter
abgeräumt worden. Die kurzlebigen und weniger wertvollen Exemplare wurden dabei
entsorgt, die erhaltenswerten hingegen überdauern die Frostperiode in einem
kühlen, aber hellen und frostsicheren Raum, zum Beispiel im Keller, im Hausgang
oder in der Garage. Die besten Bedingungen finden sie jedoch in einem
Wintergarten oder Gewächshaus.
Dort dürfen die Wurzelballen in der Regel nicht vernässen,
weil sie sonst rasch faulen. Sie sollten aber auch nicht völlig austrocknen,
weshalb Sie in regelmäßigen Abständen vorsichtig gießen sollten.
Dasselbe gilt für die Knollen von Dahlien sowie Zwiebeln des
Indischen Blumenrohrs, die man zur
Überwinterung gerne in leicht angefeuchteten Sand legt. Am besten markieren Sie
dazu mindestens alle 14 Tage einen Termin in Ihrem Kalender. Sollten Sie dabei
auf schimmelnde oder faulende Pflanzenteile stoßen, so sind diese umgehend zu
entfernen.
Zudem empfiehlt es sich, bei milder Witterung die Fenster
weit aufzureißen, um den Überwinterungsraum gelegentlich gut durchzulüften. Das
kommt dem Raumklima und damit auch den hier aufbewahrten Pflanzen zugute.