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Farben im Winter?
Liebe Leserin, lieber Leser, im Winter punkten die Formen und Strukturen von Bäumen und Sträuchern. Gestern stand die Sonne sehr tief und die Farben der Moose, Flechten und Rinden strafen jeden Lügen, der den Winter als trist bezeichnet. In sattem Rot und Gelb leuchten die Hartriegelbüsche und die Zweige der Kopfweide. Interessante Muster bildet die Rinde der Zitterpappel. Letztere wird bis zu 10 m hoch. Auch die verschiedenen Birkenarten zeigen interessante weiße Rinde. Der Klassiker sind die leuchtend rot gefärbten Zweige des Sibirischen Hartriegel. Regelmäßiger Rückschnitt fördert den Neuaustrieb intensiv ausgefärbter junger Zweige. Die Korkenzieher-Weide wächst schneller als die Korkenzieherhasel. Ihre Äste zeigen einen ganz ähnlichen gewundenen und gebogenen Wuchs. Kugel oder Hängeformen von Ahorn, Esche, Ulme und Weide kommen in unbelaubtem Zustand ebenfalls gut zur Geltung, ebenso wie die von Natur aus eher kompakten Kronenformen zahlreicher kleiner Baumarten, wie beispielsweise Mehlbeere, Apfeldorn, Pflaumendorn oder Eberesche. Also, kein Grund um Verzweifeln, die Farben des Winters und die Texturen der Gehölze entschädigen für alles.
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Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Funke
Redaktion simplify Garten |
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Primeln: Primula – die ersten
 Der Name verrät es – seit jeher stehen die Primeln als Sinnbild für die ersten Blumen des Jahres. Zugegeben, selbst im Garten liegen zeitlich Pflanzen wie Winterlinge, Krokusse oder Zwergiris vorne, doch als einheimische Waldpflanze umgibt die Primel, genauer gesagt den Himmelsschlüssel (Primula veris bzw. Primula officinalis) der Nimbus der ersten Blume des Jahres. In bestimmten Gegenden Deutschlands hat derjenige, der die erste Blüten des Himmelsschlüssels ins Dorf gebracht hat sogar eine kleine Belohnung bekommen, bedeutete es doch, dass der Winter zumindest weitgehend überstanden war und der Lenz beginnt.
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Simplify Tipp: Der Trick mit der Kälte
Kaltkeimer werden im Januar und Februar ausgesät. Die Samen brauchen Kälte, damit die Keimhemmung aufgehoben wird. Hierfür reicht in den meisten Fällen eine Kälteperiode mit Temperaturen um oder unter 5 °C. Kaltkeimer sind beispielsweise die meisten Hochgebirgspflanzen wie Enzian aber auch Bärlauch, Mohn, Phlox, Duft-Veilchen, Primeln oder Eisenhut. Zur Not reicht auch ein längerer Aufenthalt der Samen im Kühlschrank.
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Blumenzwiebeln forever
 Zahlreiche Frühlingsblumen wachsen aus Zwiebeln und Knollen; werden diese bestimmten Licht- und vor allem Temperaturwechseln unterworfen, lassen sich viele Arten von ihnen zu bestimmten Blütezeiten antreiben. Bessere Voraussetzungen kann man kaum haben, um in der an sich blütenarmen Zeit für Farbe zu sorgen. So wundert es kaum, dass ab etwa Ende Januar der Reigen dieser Pflanzen durch Krokusse, Zwiebeliris, Hyazinthe, Schneeglöckchen oder Traubenhyazinthen begonnen wird.
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simplify Tipp: Tagebuch schreiben
Erster guter Vorsatz für das neue Gartenjahr: Legen Sie ein
Gartentagebuch an. Darin notieren Sie Ihre Beobachtungen im Gartenjahr und vor
allem, was Sie wo gepflanzt oder gesät haben. Zu schnell hat man die
Pflanzennamen wieder vergessen, trotz aller guten Vorsätze.Das Gartentagebuch
hilft auch bei der Planung für die nächsten Jahre. Besonders wertvoll sind
Notizen über das Wetter, Aussaattermine und wo was gesät und erfolgreich
geerntet wurde. Erfolgreiche Gärtner planen frühzeitig.
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