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Liebe Leserin, lieber Leser, „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, sagt man, und das Gleiche gilt für Ordnung: Was der eine als „furchtbares Durcheinander“ empfindet, kann für den anderen „ganz okay“ sein. Wer Kinder hat, erlebt diese Differenz in der Regel täglich – es gibt sie aber genauso zwischen Erwachsenen. Heute habe ich ein paar Tipps, wie Sie damit umgehen können.
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Ihre
Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt |
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| Was tun, wenn Ihr Partner andere Vorstellungen von Ordnung hat? |
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Nicht nur mit Blick auf den Grad der Ordnung, auch inhaltlich kann es Differenzen geben: Während der eine sich nicht daran stört, dass Couchtisch und andere horizontale Flächen im Wohnzimmer von Magazinen, Zeitungen, alten Briefen und anderen Papierobjekten bedeckt sind, findet der andere den „Papiermüll“ erdrückend. Der eine reagiert allergisch auf Zahnpasta-Spuren im Waschbecken, der andere nimmt sie nicht einmal wahr. Und natürlich der Klassiker, die Zahnpastatube: Der eine rollt sie sorgfältig von hinten ein, der andere quetscht sie einfach aus – oben, Mitte, unten, wie’s gerade kommt. Dann gibt es noch die Einteilung nach Wegwerfern und Sammlern: Während der eine ohne jegliches Bedauern aussortiert, was nicht mehr zum aktuellen Lebensstil passt, hält der andere an allem fest, was in seiner Biographie eine Bedeutung hatte, hat oder haben könnte. Was also tun? Lösungen finden Sie so: - Tauschgeschäft: Gestehen Sie notorischen Sammlern eigene (aber klar begrenzte) Territorien zu. Ein eigener Hobbyraum, ein bestimmter Schrank in der Garage, die beiden untersten Schubladen im Wohnzimmer, 3 stapelbare Boxen im Kellerregal oder etwas Ähnliches: Das ist allein des Sammlers Reich, und dort kann er unterbringen, was immer er möchte und wie er es möchte – ohne dass jemand das Existenzrecht oder die Ordnung dieser Dinge hinterfragt. Im Tausch dafür garantiert der Sammler, dass er andere Orte respektiert und dort nichts herumliegen lässt.
- Praktische Hilfe: Bieten Sie aber auch an, beim Aussortieren zu helfen: Ich kenne viele chronisch unordentliche Menschen, die durchaus unter ihrem Chaos leiden und dankbar sind, wenn man mit ihnen zusammen eine Aufräumaktion durchführt oder Ihnen praktikable Lösungen an die Hand gibt.
- Kreative Speziallösungen: Viele Chaosbrennpunkte entstehen nur deshalb, weil es keine Ordnungslösungen gibt – oder zumindest keine, die alltagstauglich sind. Seien Sie flexibel, und überlegen Sie sich Systeme, die es den anderen Familienmitgliedern einfach machen, die Ordnung beizubehalten.
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