1. Februar 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie das auch? Hier ein Zeitungsausschnitt, den Sie unbedingt noch lesen wollen, dort ein Buch, das Ihnen der Chef empfohlen hat, und ständig kommt noch etwas hinzu. Ihr schlechtes Gewissen wächst und Sie haben keine Ahnung, wann Sie das alles lesen sollen. Am besten, Sie legen alles auf einen Stapel und legen los – wie, das verrate ich Ihnen unten.

Viel Erfolg wünscht Ihnen


Ihre

Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt

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So bauen Sie Ihren Lektürestapel ab
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Die wichtigste Regel für Ihren Lektürestapel lautet: Hier sammeln Sie nur das, was Sie tatsächlich noch nicht gelesen haben. Drei Beispiele:

  • All jene fotokopierten oder herausgerissenen Artikel, die Sie bereits gelesen oder auch nur überflogen haben, gehören entweder ins Altpapier – oder sie kommen, wenn Sie sie wirklich aufheben möchten (beispielsweise in einem persönlichen Wissensarchiv), in eine Ablage, die Sie dafür einrichten.
  • Zeitungen oder Zeitschriften, die Sie bereits durchgesehen haben, gehören auch ins Altpapier. Nur dann, wenn Sie sie an einem festen Ort archivieren, kommen sie in der richtigen Chronologie in den entsprechenden Stehsammler oder Ordner.
  • Bei Internet-Ausdrucken, die Sie nur um der Quelle willen aufheben, umkreisen Sie die Adresse und legen die Unterlagen in Ihre Aufgabenmappe – dann können Sie sich die Adresse später notieren oder auf Ihrem Computer unter Ihren Favoriten/Bookmarks abspeichern und den Text selbst wegwerfen.

Bücher, die noch auf die Lektüre warten, ...

... kommen ins Bücherregal. Entweder reservieren Sie dort einen separaten Regalmeter dafür – oder Sie ordnen sie einfach unter den anderen Büchern ein, kennzeichnen sie jedoch mit einem Post-it als ungelesen.

Für noch zu lesende Zeitungen und Zeitschriften reservieren Sie einen separaten Ort: Sinnvoll ist die liegende Aufbewahrung im Regal.

Ein guter Trick fürs regelmäßige Abarbeiten des Stapels: Begrenzen Sie den Lektürevorrat auf die vom darüber liegenden Regalbrett vorgegebene Höhe. Sobald nichts mehr auf den Stapel passt, legen Sie entweder eine zusätzliche Lektürestunde ein, oder Sie entsorgen vom Boden des Stapels das, was inzwischen ohnehin nicht mehr aktuell ist.

Für Internetausdrucke, Zeitungsartikel etc. können Sie sich eine einfache Sichthülle als Lektüremappe anlegen, die Sie immer bei sich haben und bei Wartezeiten systematisch durchgehen. Gewöhnen Sie sich an, Gelesenes daraus entweder sofort wegzuwerfen oder sofort mit einem Ablagevermerk zu versehen.

Wenn Sie in Zukunft hohe Lektürestapel vermeiden wollen, markieren Sie doch immer sofort bei der Lektüre, welche Informationen Sie archivieren wollen. Scheuen Sie sich dabei nicht, auf dem Druckwerk herumzuzeichnen. Markieren Sie den betreffenden Beitrag mit einem Kreis, ziehen Sie eine Linie zum oberen Seitenrand, und notieren Sie dort einen Ablagevermerk (z. B. „Ablage Software“) sowie das Datum (Monat und Jahr reichen).

Die markierten Seiten trennen Sie sofort nach der Durchsicht der Zeitschrift heraus. Falls Sie die Zeitschrift nicht sofort ausschlachten, notieren Sie die entsprechenden Seitenzahlen auf der Titelseite. Anschließend ist die Zeitschrift reif fürs Altpapier – auch wenn Sie sie  eventuell erst zwei Stunden zuvor erworben haben. Ihren Nutzen haben Sie daraus gezogen – also weg damit!

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