Zwischenlagern
Wenn
Sie zwischen Arbeitsschritten Pufferlager bilden, verschenken Sie viel Raum und
Zeit fürs Ablegen, Ordnen und Entnehmen der Zwischenprodukte. Typische
Einrichtungen in der Industrie gegen muda sind
einfache Rutschen oder Rollenbahnen, auf denen die halb fertigen Teile von
selbst zum nächsten Arbeitsgang gleiten.
Unser Rat: Beobachten Sie 1 Stunde lang in Büro und
Haushalt, wie oft Sie etwas in die Hand nehmen, um es zu erledigen, aufzuräumen
oder anderweitig zu bearbeiten – und es dann unverrichteter Dinge wieder
ablegen.
Jedes
Mal muda!
Klassische
Haushaltsbeispiele: Sie nehmen die Wäsche aus dem Trockner, streichen sie
glatt, packen sie in eine Wanne und tragen sie in das Zimmer mit dem
Bügelbrett. Oder Sie müssen kreuz und quer durch die Küche sausen, um ein
einfaches Gericht zuzubereiten oder den Frühstückstisch zu decken.
Unser Rat: Denken Sie auch im Haushalt in Projekten
(Projekt Wäsche, Projekt Frühstück). Platzieren Sie alle für ein Projekt
benötigten Werkzeuge so nah beisammen wie möglich (z. B. Waschmaschine,
Trockner, Bügelbrett, Ablageflächen und ein Radio).
Stapeln
Besonders
schlimm sind Zwischenlager, wenn sie so groß werden, dass sie nicht mehr
kontinuierlich während eines halben Arbeitstages abgearbeitet werden können:
Stapel. Wenn Sie beim Bearbeiten der Post Häufchen bilden, um sie später zu
bearbeiten, erzeugen Sie die Keimzelle von viel muda.
Unser Rat: Verlegen Sie den Arbeitsplatz, an dem Sie
die Post erledigen, in die unmittelbare Nähe von Hängeregistraturen und allen
wichtigen Ablagesystemen. Dadurch können Sie jedes einzelne Schriftstück beim
1. Anfassen einen Schritt weiterbringen. Beim Kampf gegen muda werden oft Möbel gerückt und neue Anordnungen ausprobiert.
Zuschauen
Ein
Mensch, der einer automatischen Maschine beim Arbeiten zuschaut, erzeugt keinen
Wertzuwachs – den erledigt die Maschine. Im Büro beobachten wir ungeduldig, wie
der PC-Drucker etwas druckt, sich eine langsame Internet-Seite aufbaut oder
sich der Kaffee allmählich aufwärmt.
Unser Rat: Beraten Sie gemeinsam, welche sinnvollen
Mini-Arbeiten Sie während der vielen kleinen Zwangspausen tun könnten, die sich
durch die Arbeit unserer vielen technischen Helfer ergeben.
Provisorien
Wenn
Sie etwas „schnell mal“ halb fertig machen, um es später „richtig“ zu
erledigen, ist der 1. Arbeitsgang pure Verschwendung.
Unser Rat: Machen Sie etwas beim 1. Mal in voller Qualität.
Nach dem 1. Lesen einer Mail kommen Ihnen die frischesten Gedanken für eine
gute Antwort; eine neu hereingekommene Arbeit gehen Sie mit mehr Elan an als
etwas Altes vom Stapel „das muss noch in aller Sorgfalt erledigt werden“.