3. März 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Frühjahr ist eine Zeit des Aufbruchs, der Optimierungen und neuer Projekte. Die Frage „Was möchte ich neu oder auch anders machen?“ sollte jedoch immer begleitet werden von der Frage „Was möchte ich nicht mehr machen?“. Sie kennen es sicher vom traditionellen Frühjahrsputz: Das Entrümpeln ist ungemein motivierend und energiespendend – und schafft Platz für Neues. So können Sie auch Ihre alten Abläufe, Gewohnheiten und Projekte systematisch auf den Prüfstand stellen. 

Ich wünsche Ihnen allen Mut fürs Entschlacken!


Ihre

Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt

PS: Wer hätte gedacht, dass Wegwerfen so glücklich macht? So trennen Sie sich wirklich von Ihrem Gerümpel!

Wie Sie mit der „systematischen Müllabfuhr“ Platz für Neues schaffen
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Das Entrümpeln wird sehr einfach, wenn Sie sich dabei an das Prinzip der „systematischen Müllabfuhr“ (nach dem Schweizer Unternehmensberater Prof. Dr. Fredmund Malik) und an die folgende Kernfrage halten: „Was von all dem, was wir heute tun, würden wir nicht mehr neu beginnen, wenn wir es nicht schon täten?“

Im Bild des Frühjahrsputzes heißt das: Stauben Sie nicht einfach die vorhandenen Gegenstände ab, sondern fragen Sie sich, ob Sie diese Gegenstände wirklich haben möchten. Stellen Sie fest, was Sie ab jetzt nicht mehr tun wollen: Werfen Sie rigoros Ballast ab, verschlanken, entrümpeln Sie, wo immer es Ihnen möglich und sinnvoll erscheint!

Nehmen Sie z.B. Ihre Aufgaben und Projekte (privat und beruflich) kritisch unter die Lupe:

  • Welche Ihrer Aufgaben bringen Sie Ihren wichtigen Zielen näher?
  • Haben Sie diesen Aufgaben die Priorität eingeräumt, die ihnen zusteht? Wird das sichtbar (z. B. an der Zeitmenge und -qualität!)?
  • Welche Ihrer Aufgaben erledigen Sie nur aus reiner Gewohnheit? Was lässt sich streichen, delegieren oder vereinfachen?
  • Welche Vorgänge sind überflüssig?
  • Welche Vorgänge sind umständlich und sollten durch Vereinfachung beschleunigt werden?
  • Was findet nur deshalb statt oder wird nur deshalb auf eine bestimmte Weise getan, weil es „schon immer“ so war und so gehandhabt wurde?

Stellen Sie auch Ihre Hobbys und ehrenamtlichen Aktivitäten auf den Prüfstand:

  • Macht Ihnen alles noch Spaß? Wobei spüren Sie offen (oder auch insgeheim) Unlust und lästige Verpflichtungsgefühle?
  • Was bringen Ihnen diese Dinge konkret für Ihre Lebensführung und -ziele?

Hinterfragen Sie auch Ihren Besitzstand kritisch, wie es der kanadische Unternehmensberater Harold L. Taylor anregt: „Menschen, die 10 Schals, 5 Paar Handschuhe und haufenweise schlecht kombinierbare Kleidung besitzen – deren Auswahl und Pflege zudem Zeit und Geld kosten –, laufen meist auch beruflich Gefahr, sich zu verzetteln.“ Niemand, so Taylor, käme auf die Idee, all das gleichzeitig zu kaufen: „Trotzdem schleppen viele es mit sich herum.“

Die 3 Eckpfeiler der „systematischen Müllabfuhr“
Natürlich können Sie nicht in einer einmaligen Aktion Ihr Leben verändern und Ihre Zukunft steuern. Wichtig ist deshalb, dass Sie als Daueraufgabe systematisch und kontinuierlich an Verschlankungen arbeiten.

1. Zeitpunkt: Beginnen Sie jetzt gleich! Reservieren Sie sich – je nach Umfang der zu verschlankenden Aktivitäten – mehrere Stunden oder Tage für Analysen und Lösungsfindungen.

2. Systematik: Wichtig ist, dass Sie alle Lebens- oder Arbeitsbereiche systematisch darauf hin abklopfen, wo sich Ballast angesammelt hat. Das systematische Vorgehen garantiert Ihnen dabei, dass Ihr Blick nicht an offensichtlichen Brennpunkten hängen bleibt, sondern sich auch auf unscheinbare Ecken richtet, wo Gewohnheiten ein ungestörtes Dasein fristen.

3. Kontinuität: Machen Sie die Verschlankungs-Strategie zu einer dauerhaften Aufgabe – mit einer einmaligen Aktion ist es nicht getan! Am besten legen Sie deshalb 1- oder 2-mal jährlich einen festen Prüftermin als regelmäßigen „Entschlackungs-TÜV“ fest.

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