5. März 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie auch das Elefantengedächtnis, dass es in vielen Partnerschaften für gescheiterte Gespräche gibt? „Vor 10 Jahren habe ich ihm einmal gesagt, was er anziehen soll. Da wurde er so sauer, dass ich das Thema nie wieder ansprechen möchte.“ – „Wenn ich sie kritisiere, endet das immer in Tränen. Deshalb lasse ich es lieber.“ Je inniger eine Beziehung zwischen 2 Menschen ist, umso länger ist die Liste der Themen, über die man lieber nicht spricht. Trotzdem wäre Offenheit so wichtig für die Entwicklung einer Beziehung. Deshalb habe ich heute ein paar Ratschläge der Profis für Sie parat.

Ich wünsche Ihnen eine schönes Wochenende!


Ihre

Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt

PS: Auch in der Familie kommt es auf die richtigen Worte an!

Was tun, wenn Sie nicht miteinander reden können?
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Finden Sie einen positiven Einstieg
„Wir müssen reden.“ Dieser Spielfilm-Einstieg ist denkbar schlecht, um eine gute Unterhaltung zu beginnen. Ein als Verhör oder Vorwurf begonnenes Gespräch wird selten konstruktiv. Starten Sie mit einem Gegenstand oder Ereignis, das der andere mag. Wenn Sie als Mann mit Ihrer Frau über ihre zu hohen Ausgaben für Garderobe sprechen möchten, kaufen Sie ihr etwas, das Sie sich gewünscht hat. Wenn Sie als Frau mit Ihrem Mann über seine zu häufigen beruflichen Abendtermine reden wollen, tun Sie es nach einem gemeinsamen Kino- oder Restaurantbesuch.

Tanken Sie vorher auf
Vor allem Zuhören ist anstrengender, als viele denken. Beugen Sie tiefer Müdigkeit und Kommunikations-Unlust vor, indem Sie Gespräche ausgeruht beginnen. Wenn Ihr Partner am Abend mit Ihnen sprechen möchte, dürfen Sie sich vorher eine Pause wünschen, um Ihre Zuhör-Energietanks aufzuladen. Das geht am besten bei einem Spaziergang allein, beim Musikhören oder stillen Lesen. Aber vereinbaren Sie vorab eine Uhrzeit, zu der Sie zum Reden und Zuhören bereit sind. Sonst wird Ihr Wunsch nach Stille aufgefasst als „Ich will nicht mit dir reden“.

Geben Sie Zuhör-Garantie
Je heikler ein Thema ist, umso empfindlicher wird ein Mensch. Er braucht nicht nur das Gefühl, dass der andere zuhört. Sondern auch die Gewissheit, dass er nicht beurteilt oder gar verurteilt wird. Eine gute „Kuschelhaltung“ erleichtert das. Setzen Sie sich für knifflige Gespräche aufs Sofa, zünden Sie eine Kerze an, sehen Sie in die gleiche Richtung und berühren oder umarmen Sie sich. So wird auch ohne Worte klar: Was immer du sagst, ich bin bei dir. Was immer dich bewegt, es trennt mich nicht von dir.

Geben Sie Zuhör-Signale
Der Sozialforscher Larry Barker hat eine eigenartige Fähigkeit des Menschen entdeckt: Wenn Sie so tun, als ob Sie zuhörten, werden Sie bald ein ehrlich guter Zuhörer. Sehen Sie Ihren Partner oft an (ohne ihn anzustarren), nicken Sie häufig, geben Sie zustimmende Brummgeräusche von sich, lächeln Sie ermunternd, wechseln Sie Körperhaltung und Gesichtsausdruck – Ihre tatsächliche Aufmerksamkeit und Sympathie für den anderen werden dadurch wachsen. Lassen Sie sich keinesfalls ablenken, indem Sie woanders hinsehen oder auf Geräusche von außen zu sehr reagieren.

Schalten Sie Unterbrechungen aus
Barker hat auch herausgefunden, dass Zwischenfragen, Bemerkungen oder auch nur kleine Korrekturen („Das war nicht 1990, sondern 1991“) Gespräche dauerhaft sabotieren können. Wenn der andere nach Worten sucht, lassen Sie ihn suchen. Wenn er schweigt, halten Sie die Stille aus. Ertragen Sie unrichtige Details oder Ihrer Meinung nach falsche Urteile. Wiederholen Sie dagegen ab und zu, was der andere gesagt hat.

Glauben Sie an Wunder
US-Bestsellerautor John Gray gibt einer Ehe oder Partnerschaft nur eine Chance, wenn beide an „praktische Wunder“ glauben. Glückliche Paare sind Träumer und Fantasten. Sie sind überzeugt, dass die eisernen Regeln der Statistik oder der Sozialforscher für sie nicht gelten. Leben Sie, als ob all Ihre Wünsche eines Tages erfüllt werden können. Entwickeln Sie farbige Fantasien darüber, dass Sie auch die grässlichsten Eigenschaften Ihres Partners eines Tages zutiefst verstehen und ihn dafür lieben könnten. Denn das Wunder der Partnerschaft wird nicht darin bestehen, dass sich der andere ändert, sondern darin, dass Sie sich verwandeln.

132 wertvolle Beziehungstipps für Harmonie und Partnerschaft in der Ehe
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Unter anderen finden Sie Tipps und Anleitungen wie Sie...

  • die häufigsten Alltagshürden in der Partnerschaft gekonnt umschiffen,
  • Eltern sein und ein glückliches Paar bleiben können,
  • Sie sich gegenseitig überraschen und wieder Romantik in Ihre Partnerschaft bringen
      … und vieles mehr.

 
 

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