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Liebe Leserin, lieber Leser,
kennen Sie das: Sie wollen gerne aufräumen, schließen
aber schon vorher damit ab, weil Sie das Gefühl haben, es führt doch zu nichts?
Wie bei Frau A:
„Ordnung zu machen ist eine Sisyphus-Aufgabe – nach kurzer Zeit ist bei uns
alles wieder beim Alten.“ Auch Herr Z. sieht sich nachdenklich bei sich um:
„Ich habe zu viel Zeug, aber ich finde es einfach schade, die guten Sachen
wegzuwerfen.“ Wie viele Menschen leiden Frau A. und Herr Z. unter
Aufräumblockaden. Heute habe ich 5 mentale Strategien für Sie, mit denen sich
solche Blockaden überwinden lassen.
Viel
Erfolg beim Anwenden!
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Ihre
Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt |
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| 5 mentale Strategien, mit denen Sie effektiv ans Aufräumem gehen |
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1. Simulieren Sie einen Umzug Angenommen, Sie müssten in eine kleinere Wohnung ziehen: Was
würden Sie unbedingt mitnehmen? Alles andere gehört zu den Wegwerfkandidaten. Falls
es Ihnen schwer fällt, sich sofort von etwas zu trennen, packen Sie es erst
einmal in eine Umzugskiste, die in den Keller oder auf den Dachboden kommt mit
der Aufschrift: „Entsorgen am 1.4.2011“. Wenn Sie die Sachen innerhalb von 1
Jahr nicht vermisst haben, fällt es Ihnen wesentlich leichter, endgültig darauf
zu verzichten – in einer Kiste liegen sie praktischerweise schon. Betrachten
Sie Ihr Zuhause mit den Augen eines potenziellen Käufers. Wie können Sie Haus
oder Wohnung möglichst attraktiv machen? Lassen Sie Ihr Heim gut wirken, indem
Sie Herumstehendes in Schränke, Regale und Kisten räumen oder sich davon
trennen. Stellen Sie sich vor, der Käufer würde auch die Schränke übernehmen.
Welche Schubladen und Fächer sollte er lieber nicht inspizieren? Beginnen Sie
dort mit dem Aufräumen!
2. Machen Sie einen Einkaufsbummel bei sich daheim Sie genießen es, in der Stadt zu bummeln und dabei allerlei
für sich zu erwerben? Und nun nimmt Ihr Kleiderschrank nichts mehr auf, die
Vasen passen nicht mehr in den dafür vorgesehenen Schrank, oder die CDs stapeln
sich auf dem vollen CD-Regal? Nutzen Sie Ihre Einkaufsfreude und bummeln Sie in
Ihrer eigenen Wohnung – das spart Zeit, Geld und Platz. Sehen Sie Teile Ihres
Kleiderschranks, Ihren Vasenvorrat, das oberste Fach des CD-Regals etc. durch –
so, als seien Sie in einem Laden auf der Suche nach etwas Neuem. Bei manchem
Stück werden Sie denken: „Das würde ich nie kaufen!“ Dann ist es Zeit, dass Sie
sich davon trennen. Anderes werden Sie neu für sich entdecken. Freuen Sie sich
über die „neue“ CD oder die Vase für Sonnenblumen, die Sie ganz vergessen
hatten.
3. Koppeln Sie Zimmer und Zweck Gehen Sie durch die Wohnung und notieren Sie sich, welchem
Zweck jedes Zimmer dient. Lassen Sie in jedem Raum nur das, was diesem Zweck
dient, und suchen Sie einen neuen Platz für alles andere (beispielsweise für
die Bügelwäsche im Schlafzimmer). Finden in einem Raum mehrere Aktivitäten
statt – Sie haben im Wohnzimmer z. B. auch einen kleinen Arbeitsplatz –, dann
unterteilen Sie ihn in Gedanken in mehrere Bereiche. Beginnen Sie mit 1 Zimmer,
aber behalten Sie die ganze Wohnung im Hinterkopf. Die Vorteile dieser sehr
schematischen Methode: Sie haben künftig die Dinge griffbereiter und erzielen
einen Ordnungszustand, den Sie auf Dauer aufrechterhalten können.
4. Leichter geht’s im Team Gewinnen Sie Ihren Partner, Ihre Familie für einen
gemeinsamen Aufräumtag. Wenn Sie alleine wohnen, verabreden Sie mit Freunden
Aufräumhilfe auf Gegenseitigkeit. Die Vorteile: Gemeinsam macht eine solche
Aktion nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch effektiver, da andere zu Ihren
Dingen nicht denselben emotionalen Bezug haben wie Sie („Den Teppich hatte ich
in meiner allerersten Wohnung“). Die Partner- oder Familienaktion hat zudem
einen positiven Langzeiteffekt für Ihr Zuhause: Alle wissen nun Bescheid, wo
der Platz für die einzelnen Dinge ist. Wichtig: Das letzte Wort darüber, ob
etwas auf den Sperrmüll, in die Mülltonne oder in die Altkleidersammlung
gehört, hat derjenige, dem die Sache gehört. Belohnen Sie sich nach Ihrem
Aufräumtag mit einer schönen gemeinsamen Freizeitaktivität wie essen gehen oder
Kino.
5. Tun Sie ein gutes Werk Das gute Stück hat damals eine Menge gekostet. Vielleicht
passt die Kleidergröße von vor 10 Jahren doch einmal wieder? Wegwerfen ist
unökologisch. Es gibt viele Gründe, weshalb wir uns schwer von etwas trennen. Erleichtern
Sie sich das Loslassen, indem Sie die Sachen einem guten Zweck zuführen.
Heutzutage gibt es nicht nur karitative Altkleidersammlungen und
Kleiderkammern, z. B. von der Caritas, sondern auch Secondhandshops für alles
Mögliche, die von gemeinnützigen Organisationen betrieben werden. Gemeinnützige
Reparaturwerkstätten bringen Dinge in Ordnung und verkaufen sie anschließend.
Fahnden Sie im Internet nach Adressen in Ihrer Nähe und fragen Sie nach einem
Abholservice.
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