23. März 2010

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie das: Sie wollen gerne aufräumen, schließen aber schon vorher damit ab, weil Sie das Gefühl haben, es führt doch zu nichts? Wie bei Frau A: „Ordnung zu machen ist eine Sisyphus-Aufgabe – nach kurzer Zeit ist bei uns alles wieder beim Alten.“ Auch Herr Z. sieht sich nachdenklich bei sich um: „Ich habe zu viel Zeug, aber ich finde es einfach schade, die guten Sachen wegzuwerfen.“ Wie viele Menschen leiden Frau A. und Herr Z. unter Aufräumblockaden. Heute habe ich 5 mentale Strategien für Sie, mit denen sich solche Blockaden überwinden lassen.

Viel Erfolg beim Anwenden!


Ihre

Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt

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5 mentale Strategien, mit denen Sie effektiv ans Aufräumem gehen
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1. Simulieren Sie einen Umzug
Angenommen, Sie müssten in eine kleinere Wohnung ziehen: Was würden Sie unbedingt mitnehmen? Alles andere gehört zu den Wegwerfkandidaten. Falls es Ihnen schwer fällt, sich sofort von etwas zu trennen, packen Sie es erst einmal in eine Umzugskiste, die in den Keller oder auf den Dachboden kommt mit der Aufschrift: „Entsorgen am 1.4.2011“. Wenn Sie die Sachen innerhalb von 1 Jahr nicht vermisst haben, fällt es Ihnen wesentlich leichter, endgültig darauf zu verzichten – in einer Kiste liegen sie praktischerweise schon. Betrachten Sie Ihr Zuhause mit den Augen eines potenziellen Käufers. Wie können Sie Haus oder Wohnung möglichst attraktiv machen? Lassen Sie Ihr Heim gut wirken, indem Sie Herumstehendes in Schränke, Regale und Kisten räumen oder sich davon trennen. Stellen Sie sich vor, der Käufer würde auch die Schränke übernehmen. Welche Schubladen und Fächer sollte er lieber nicht inspizieren? Beginnen Sie dort mit dem Aufräumen!

2. Machen Sie einen Einkaufsbummel bei sich daheim
Sie genießen es, in der Stadt zu bummeln und dabei allerlei für sich zu erwerben? Und nun nimmt Ihr Kleiderschrank nichts mehr auf, die Vasen passen nicht mehr in den dafür vorgesehenen Schrank, oder die CDs stapeln sich auf dem vollen CD-Regal? Nutzen Sie Ihre Einkaufsfreude und bummeln Sie in Ihrer eigenen Wohnung – das spart Zeit, Geld und Platz. Sehen Sie Teile Ihres Kleiderschranks, Ihren Vasenvorrat, das oberste Fach des CD-Regals etc. durch – so, als seien Sie in einem Laden auf der Suche nach etwas Neuem. Bei manchem Stück werden Sie denken: „Das würde ich nie kaufen!“ Dann ist es Zeit, dass Sie sich davon trennen. Anderes werden Sie neu für sich entdecken. Freuen Sie sich über die „neue“ CD oder die Vase für Sonnenblumen, die Sie ganz vergessen hatten.

3. Koppeln Sie Zimmer und Zweck
Gehen Sie durch die Wohnung und notieren Sie sich, welchem Zweck jedes Zimmer dient. Lassen Sie in jedem Raum nur das, was diesem Zweck dient, und suchen Sie einen neuen Platz für alles andere (beispielsweise für die Bügelwäsche im Schlafzimmer). Finden in einem Raum mehrere Aktivitäten statt – Sie haben im Wohnzimmer z. B. auch einen kleinen Arbeitsplatz –, dann unterteilen Sie ihn in Gedanken in mehrere Bereiche. Beginnen Sie mit 1 Zimmer, aber behalten Sie die ganze Wohnung im Hinterkopf. Die Vorteile dieser sehr schematischen Methode: Sie haben künftig die Dinge griffbereiter und erzielen einen Ordnungszustand, den Sie auf Dauer aufrechterhalten können.

4. Leichter geht’s im Team
Gewinnen Sie Ihren Partner, Ihre Familie für einen gemeinsamen Aufräumtag. Wenn Sie alleine wohnen, verabreden Sie mit Freunden Aufräumhilfe auf Gegenseitigkeit. Die Vorteile: Gemeinsam macht eine solche Aktion nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch effektiver, da andere zu Ihren Dingen nicht denselben emotionalen Bezug haben wie Sie („Den Teppich hatte ich in meiner allerersten Wohnung“). Die Partner- oder Familienaktion hat zudem einen positiven Langzeiteffekt für Ihr Zuhause: Alle wissen nun Bescheid, wo der Platz für die einzelnen Dinge ist. Wichtig: Das letzte Wort darüber, ob etwas auf den Sperrmüll, in die Mülltonne oder in die Altkleidersammlung gehört, hat derjenige, dem die Sache gehört. Belohnen Sie sich nach Ihrem Aufräumtag mit einer schönen gemeinsamen Freizeitaktivität wie essen gehen oder Kino.

5. Tun Sie ein gutes Werk
Das gute Stück hat damals eine Menge gekostet. Vielleicht passt die Kleidergröße von vor 10 Jahren doch einmal wieder? Wegwerfen ist unökologisch. Es gibt viele Gründe, weshalb wir uns schwer von etwas trennen. Erleichtern Sie sich das Loslassen, indem Sie die Sachen einem guten Zweck zuführen. Heutzutage gibt es nicht nur karitative Altkleidersammlungen und Kleiderkammern, z. B. von der Caritas, sondern auch Secondhandshops für alles Mögliche, die von gemeinnützigen Organisationen betrieben werden. Gemeinnützige Reparaturwerkstätten bringen Dinge in Ordnung und verkaufen sie anschließend. Fahnden Sie im Internet nach Adressen in Ihrer Nähe und fragen Sie nach einem Abholservice.

Für den Sportler in Ihnen!
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