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Liebe Leserin, lieber Leser, kennen
Sie die auch, die kleinen Entscheidungen, die uns das Leben schwer machen? Es scheint
einfacher, das Jahresbudget festzulegen, als festzulegen, was mit diesem eben
mit der Post eingetroffenen Büroartikel-Katalog geschehen soll: Wegwerfen?
Jetzt durchsehen oder später? Ihn weiterleiten (an wen?)? Ihn in einen
Stehsammler einordnen? Oder, wenn es bisher keinen Platz dafür gab, einen Platz
dafür einrichten (aber wo?)? Kein Wunder, dass wir da vieles „erst einmal“ zur
Seite legen – und später noch lustloser erneut zur Hand nehmen müssen. Bestimmt
hilft Ihnen das „Direkt-Prinzip“, das ich Ihnen heute vorstelle.
Probieren
Sie’s doch einfach aus!
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Ihre
Dunja Herrmann
Redakteurin Täglich aufgeräumt |
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| Das Direkt-Prinzip für Ihren Kleinkram |
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Alle Aufgaben, deren Erledigung nicht mehr als 3 Minuten Ihrer Zeit
in Anspruch nimmt, bearbeiten Sie direkt. Folgen Sie dem Grundsatz: Alles
direkt Erledigte ist 10-mal besser als penibel Notiertes. Überschaubare
Arbeiten gleich zu erledigen, zieht eine unmittelbare Verbesserung Ihrer
Selbstorganisation nach sich und verschafft Ihnen sofortige Erfolgserlebnisse:
- Sie haben
mehr Kontrolle über das Wann, Wo und Wie Ihrer Aktivitäten. Denn Sie wissen,
dass nicht Berge von unerledigten Aufgaben im Hintergrund warten.
- Sie tun
etwas für Ihre innere Zufriedenheit. Denn Sie haben nicht mehr ständig das Gefühl,
etwas vor sich herzuschieben.
- Sie steigern
Ihre Leistung und sorgen für eine positive Außenwirkung. Denn es ist angenehm
(und Zeit sparend!) für Ihre Kollegen und Mitarbeiter, beispielsweise auf eine
kleine Anfrage sofort eine Antwort zu erhalten.
- Sie kommen
aus der Dringlichkeitsfalle raus. So haben Sie Ihren Kopf als auch Ihren
Schreibtisch frei für wirklich wichtige Dinge.
- Sie sparen
Zeit. Denn Dinge vor sich herzuschieben, kostet Sie nachweislich mehr Zeit als
die direkte Erledigung einer Aufgabe.
So wenden
Sie das Direkt-Prinzip in Ihrem Arbeitsalltag an:
Was Sie
direkt erledigen
Alle
Aufgaben, deren Erledigung nicht mehr als 3 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch
nimmt, bearbeiten Sie direkt. Das gilt beispielsweise
- für das
gerade eingegangene Fax, das Sie mit einer kurzen handschriftlichen Reaktion
und dem Hinweis „Blitz-Antwort“ sofort an den Absender zurückfaxen,
- für die
E-Mail, in der ein Kollege um eine Information bittet: Sofern Sie diese
Information parat haben oder schnell beschaffen können, beantworten Sie die
E-Mail sofort.
Denn der
Hauptaufwand bei solchen Tätigkeiten liegt darin, die Information zu lesen und
gedanklich einzuordnen. Die Bearbeitung des Vorgangs selbst nimmt dagegen kaum
Zeit in Anspruch.
Was Sie
nicht direkt erledigen, aber sofort entscheiden
Bei Aufgaben,
die Sie nicht sofort erledigen können, bereiten Sie direkt die Bearbeitung vor:
- Halten Sie
sofort fest, wann Sie eine Aufgabe erledigen werden. Tragen Sie einen festen
Termin in Ihr Zeitplansystem ein. Ihr Vorteil: Sie haben die Aufgabe nicht
aufgeschoben, sondern eingeplant und müssen so nicht mehr darüber nachdenken.
- Halten Sie Ideen
und Lösungen direkt fest. Sie haben bereits eine Idee dazu? Dann notieren Sie
sich diese sofort, bevor Sie die Aufgabe zur Seite legen. Beispiel: Sie werden
darum gebeten, eine Rede vorzubereiten, und Ihnen fällt auch direkt ein guter
Aufhänger dafür ein. Notieren Sie ihn sich, und legen Sie eine Projektmappe dafür
an. Dann brauchen Sie sich bis zum festgesetzten Bearbeitungstermin nicht mehr
um die Aufgabe zu kümmern.
- Delegieren
Sie direkt. Überlegen Sie sofort, ob Sie diese Aufgabe überhaupt selbst
erledigen müssen. Wenn nicht, ist es für alle Seiten besser, die Arbeit gleich
weiterzugeben als eine Woche später, wenn bereits Termindruck herrscht. Notieren
Sie einen klaren Erledigungs-Hinweis (was ist zu tun und bis wann?), um Rückfragen
zu vermeiden, und legen Sie die Aufgabe in den Korb des entsprechenden Mitarbeiters.
- Werfen Sie
Unwichtiges direkt weg. Werbung, die für Sie uninteressant ist, und alles, was
Sie „nur zur Info“ erhalten und bereits gelesen haben, kommt direkt in den
Papierkorb.
Was Sie
bewusst nicht direkt entscheiden oder tun
Zum
Direkt-Prinzip gehört auch die (Zeit sparende) Fähigkeit, genau zu wissen, wann
Sie etwas nicht sofort tun. Nach dem Motto „Read it when you need it“ beschäftigen
Sie sich mit Informationen erst dann, wenn Sie sie brauchen.
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Praxis-Beispiele:
- Sie bekommen
Unterlagen von einem Kollegen, mit dem Sie sich in der nächsten Woche
zusammensetzen werden. Fangen Sie jetzt nicht an zu blättern! Setzen Sie sich
einen Vorbereitungstermin für das Gespräch, und legen Sie die Unterlagen bis
dahin zur Seite.
- Das Gleiche
gilt für die Daten, die Sie für einen monatlichen Bericht benötigen. Legen Sie
sie direkt in die entsprechende Projektmappe, ohne sie sich näher anzusehen.
Unter der Überschrift
„Was Sie bewusst nicht tun“ klärt sich auch eine andere Frage, die zum
Direkt-Prinzip immer wieder gestellt wird und die lautet: „Soll ich wirklich
immer alles sofort erledigen?“
Antwort: Arbeiten nach dem Direkt-
Prinzip bedeutet nicht, dass Sie aufspringen müssen, wenn ein Fax eingeht oder
Ihre aktuelle Arbeit unterbrechen sollen, wenn Sie eine automatische
E-Mail-Eingangsmeldung erhalten. Bündeln Sie Aufgaben, die dem gleichen
Bearbeitungsschema folgen, und erledigen Sie sie am Stück.
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