1.
Aufräumen mithilfe des 80 %-Prinzips
Oftmals
verstehen wir Aufräumen nur als „hübsch machen“: Herumfliegende Blätter werden
auf einem sauberen Stapel gesammelt, Gegenstände nett angeordnet, Ordner gerade
gerückt. Diese Ordnung hält nicht mehr als ein paar Tage. Wenn Sie eine Ordnung
schaffen wollen, die Sie sicher durch das Jahr bringt, hilft Ihnen das 80 %-Prinzip.
Und das heißt: Sorgen Sie dafür, dass alle Aufbewahrungsorte nur zu maximal 80
% gefüllt sind – Schrankfächer, Regalbretter und Schubladen ebenso wie Ordner,
Hängemappen und der Becher mit Stiften auf Ihrem Schreibtisch. So erleichtern
Sie sich den Zugriff, und Sie können zukünftig Neuzugänge immer direkt dort
unterbringen, wo sie hingehören.
Die
Idee für die Frühjahrs-Aufgabe lautet also: Gehen Sie systematisch alle
Schränke und Regale in Ihrem Büro durch, und misten Sie so lange aus, bis Sie
auf die 80 % kommen. Und wenn Sie über das Ziel hinausschießen und bei 60 %
landen, ist das noch besser: Sehen Sie’s als Investition in die Zukunft. Denn
je mehr freien Platz Sie schaffen, umso länger hält die Ordnung vor.
Wenn
Sie speziell bei Unterlagen immer zögerlich mit dem Entsorgen bzw. Auslagern
sind, hilft Ihnen folgende ganz einfache Maßnahme:
2.
Unterlagen aussortieren – mit dem „12 Wochen Post-it“-Trick
Sie
würden ja gerne Unterlagen entsorgen – Sie sind sich aber nicht sicher, was Sie
noch brauchen, was ins Archiv ausgelagert und was entsorgt werden kann? Da
hilft der folgende Trick:
-
Markieren Sie alle
Papierbehälter – Ordner, Stehsammler, Hänge- und Einstellmappen, auch die
an Ihrem Schreibtisch! – mit einem Post-it-Index-Streifen. Sobald Sie das
erste Mal auf einen Behälter zugreifen, entfernen Sie dann den Streifen.
- Alle Behältnisse, die nach 12
Wochen noch einen Streifen tragen, können Sie aus dem Büro auslagern – in
einen Nebenraum, den Gang oder zumindest in schlecht erreichbare
Regalfächer im Büro.
- Den Inhalt von
Schriftgutbehältern, auf die Sie dann nach weiteren neun Monaten immer
noch nicht zugegriffen haben, können Sie direkt entsorgen bzw. in
Archivboxen umfüllen und ins Archiv stellen.
3.
Überprüfen Sie Ordnungssysteme auf ihre Tauglichkeit
Machen
Sie einen Check: Sind Sie mit Ihren Ablagebehältnissen zufrieden? Mit welchen
Ablagen arbeiten Sie gern, mit welchen weniger gern?
-
Tauschen Sie beispielsweise
aufgeblähte Hängemappen (bei denen sich nichts entsorgen lässt) gegen
solche mit breitem Boden aus, und unterteilen Sie die Unterlagen darin
mithilfe von Einstellmappen. Oder ändern Sie die Ablagesystematik: Finden
Sie feinere Ablagebegriffe, und legen Sie neue Mappen an.
- Gönnen Sie sich für schief
stehende Pappstehsammler Modelle aus Kunststoff oder Metall, und tauschen
Sie klemmende Ordner aus.
- Vereinheitlichen Sie
Ablagebeschriftungen wie Ordner-Rückenschilder oder Reiter auf Ihren
Hängemappen. Arbeiten Sie dabei mit Farben!