
Ausgabe vom Dienstag, 3. August 2010
Editorial
 Liebe Leserin, lieber Leser, als ich mit dem Werbetexten anfing, war ich ganz der „reinen
Lehre“ verpflichtet, die da lautete: Nur ein Werbebrief mit mehr als 4 Seiten
ist ein guter Werbebrief. Mein Kunde braucht also so einen Werbebrief
unbedingt, weiß es aber noch nicht …
Bei jeder Anfrage nach einem „üblichen“ Werbebrief (Umfang:
eine Seite) hob ich also in Gedanken belehrend den Zeigefinger und erklärte dem
Interessenten weitschweifig, dass sein Wunsch nach einem kürzeren Modell, womöglich
noch verbunden mit einem Flyer, nicht funktionieren würde. Und schickte dann ein Angebot über einen
4seitigen Brief, den der Kunde gar nicht angefragt hatte …
Damit ging ich „baden“. Der Kunde wollte nicht wissen, was
besser funktioniert. Er wollte eine Seite und basta. Antworten auf meine
Angebote? Gleich Null …
Wie Sie es besser machen, erfahren Sie im heutigen
Newsletter.
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Haben Sie schon einmal ...
 - ... Ihren Partner überzeugt, dass er mit Ihnen in einen Kinofilm
geht, obwohl er zunächst keine Lust hatte?
- ... einen Kollegen überredet, Ihnen etwas zu Essen vom Bäcker oder
Metzger mitzubringen?
- ... einen Freund überzeugt, dass er Ihre Lieblingsspeise probiert,
obwohl er zuerst nicht davon angetan war?
- ... jemanden um einen Gefallen gebeten, der dann auch erfüllt wurde?
- ... einen Kollegen überredet, Ihnen bei einer Aufgabe zu helfen?
Wenn Sie mindestens 3-mal mit Ja geantwortet haben, dann haben Sie
genug Überzeugungskraft, um erfolgreich und selbstbestimmt als Mailing-Texter zu arbeiten. Was Sie
darüber hinaus wissen müssen, zeigt Ihnen der Kompakt-Kurs
Werbetexten.
Belehren Sie bloß - oder beraten Sie auch?
Das Beratungsgespräch: Stellen Sie die Weichen für eine gute
Kundenbeziehung
Stellen Sie sich vor, Sie sind im Restaurant und bestellen
ein großes Bier. Was würden Sie tun, wenn der Kellner Ihnen vorhält: „Ein
stilles Mineralwasser wäre aber viel gesünder und besser für Sie!“
Selbst wenn es stimmt: würden Sie Ihre Bestellung ändern? Diesem
Kellner ein Trinkgeld geben? Oder nicht doch eher das Restaurant wechseln?
Und doch gehen viele Unternehmer genauso vor, wenn jemand
sich bei ihnen nach einer Leistung oder einem Produkt erkundigt. Anstatt genau
zuzuhören, um zu erfahren, was der Kunde wirklich will, versuchen viele, dem
Anrufer klarzumachen, was er braucht. Um ihm dann das anzubieten, was er unbedingt
verkaufen will.
Damit erzeugen Sie aber nur eines bei Ihrem Interessenten:
Widerstand. Anstatt Ihren Vorschlägen willig zu folgen, wehrt er ab. Und ruft
anschließend den nächsten Anbieter an. Oder klickt sich zur nächsten Webseite durch ...
Mein Tipp: hören Sie auf Ihren Kunden. Das meine ich
wörtlich: Hören Sie ihm zu. Versuchen Sie zu ergründen, WARUM er genau diese
und keine andere Leistung möchte. So erfahren Sie, was Ihr Interessent wirklich
will. Und wenn Sie das wissen, dann bieten Sie ihm genau das. Und nichts
anderes.
Sie können Ihrem Kunden dazu Fragen stellen. Zum Beispiel:
Wofür braucht er Ihre Leistung? Was will er damit erreichen? Wie schnell will
er es erreichen? Hat er schon einmal Erfahrungen mit ähnlichen
Produkten/Leistungen gemacht? War er zufrieden damit? Wenn nicht, warum nicht
(sehr wichtig, denn so können Sie es besser machen)?
Wer so behandelt wird, fühlt sich automatisch gut
aufgehoben. Weil er weiß, dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden. Und
darum zahlt dieser Interessent am Ende auch gerne etwas mehr für Ihre Leistung.
Denn Sie haben ihn wirklich gut beraten – indem Sie Ihm zugehört haben!
Ich habe das Problem übrigens so gelöst: Für den Preis
von zwei Seiten kann mein Kunde auch sehr gerne nur eine Seite haben, wenn er
möchte – der Aufwand fürs Texten ist schließlich ungefähr derselbe. Aber: wer
will das schon, wenn er das Doppelte fürs Geld haben kann?
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Kennen Sie den Trick mit dem „Super-Buch“?
 Sie
können es für wenig Geld bei jedem Büroartikelhändler kaufen. Doch es
kommt darauf an, WIE Sie Ihre Informationen auf jeder Seite eintragen
oder einzeichnen. Mit unserer Vorlage schaffen Sie es ein für alle Mal, lästige Papierstapel zu bekämpfen und motiviert Ihre Aufgaben anzugehen. Verblüffend einfach! >> Lesen Sie hier weiter ...
Direktmarketing-Glossar: Das Testimonial
Ihnen ist es mit Sicherheit in der einen oder anderen Form
schon begegnet, in der Zeitung, im Internet oder auch im Fernsehen:
„Marie S. aus M.: ‚Einfach toll, dieses neue
XS-Figurpflege-Gel! Damit sehe ich mindestens eine Größe schlanker aus!‘“
Sie wissen, was ich meine: Die Kundenstimme. Im
Werbetexter-Jargon wird sie „Testimonial“ genannt. „testes“ heißt auf
Lateinisch „Zeuge“. Der Kunde bezeugt also die Qualität Ihres Produktes oder Services, indem er eine
positive Erfahrung damit schildert.
So ein Testimonial ist eine sehr wirksame Waffe im „Kampf“
um den Kunden. Denn es verleiht Ihrer Werbe-Aussage Glaubwürdigkeit. Sie
verhindern mit einem Testimonial diesen „Klingt-gut-aber-das-sind-ja-nur-Werbeversprechen“
– Effekt.
Darum meine Bitte an Sie: Sammeln Sie ECHTE Kundenstimmen
und Erfahrungsberichte – sie sind für Ihre Werbung unverzichtbar! Mehr dazu in
Kürze in diesem Newsletter.
Herzlichst
Ihre Katrin Weber
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