geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen auch: Haben Sie Schwierigkeiten, eine Bitte abzulehnen? Und haben Sie manchmal sogar den Eindruck, einige Ihrer Kollegen nutzen das aus? Anderen einen Gefallen zu tun hat seine Grenzen. Wenn Sie mit Arbeit überschüttet werden, wenn andere sich auf Ihre Kosten ausruhen, ist diese Grenze erreicht, meist schon überschritten. Zumal, wenn Sie sich darüber dann auch noch ärgern und sich vielleicht sogar Vorwürfe machen. Falls Sie sich durch Wünsche anderer leicht überrumpeln lassen und schnell Zugeständnisse machen, können Sie mit der folgenden Strategie ein voreiliges „Ja“ verhindern.
Mit freundlichen Grüßen Jörg Schötensack
Redaktion Coaching-Mail
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Angenommen, Ihr Kollege möchte Urlaub nehmen, ausgerechnet zu der Zeit, in der Sie
auch Ihre Italienreise geplant und dafür den Urlaub frühzeitig
angemeldet hatten. Er bittet Sie, einen anderen Zeitpunkt zu wählen.
Schließlich habe er keine schulpflichtigen Kinder mehr, zudem seien im
Sommer die Hotels so teuer und die Ferienanlagen überfüllt.
1. Zeigen Sie Verständnis Sagen Sie dem anderen, dass Sie seinen Wunsch verstehen und respektieren: „Ja, die Hauptferienzeit im Sommer ist wirklich nicht ideal. Gut, dass Sie und ich nicht mehr auf diese Zeit angewiesen sind.“
2. Erbitten Sie sich Bedenkzeit Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck. Ein paar Minuten, vielleicht ein Tag Bedenkzeit muss möglich sein. Damit gewinnen Sie Zeit, über den Wunsch nachzudenken oder jemand anders um seine Meinung zu fragen. Damit haben Sie auch gleich eine Begründung: „Das kann ich jetzt nicht ad hoc entscheiden. Da muss ich erst mit meinem Partner drüber sprechen.“ Und: Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen, denn für sein Anliegen trägt der andere die Verantwortung. Er hätte sich ja früher um seine Angelegenheiten kümmern können. Außerdem wird Zeitdruck gerne dazu benutzt, eine Entscheidung zu erzwingen.
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3. Fallen Sie nicht auf Köder herein Es gibt immer Gründe, warum jemand etwas von Ihnen möchte. Und in seinen Augen sind diese Gründe (Köder) auch stichhaltig. Nur: Sie haben ebenfalls Interessen, und die sollten auch Gewicht haben. Deshalb überlegen Sie immer auch, welche Ihrer Interessen betroffen sind und was Sie in Kauf nehmen müssen, wenn Sie der Bitte entsprechen.
4. Geben Sie eine Begründung Sagen Sie dann klipp und klar „Nein“– aber nennen Sie auch einen Grund für Ihre Entscheidung: freundlich, aber in knappen Worten. Beschränken Sie sich auf einen Grund. Sie brauchen sich nicht in aller Ausführlichkeit zu rechtfertigen, schließlich will der andere etwas von Ihnen.
5. Suchen Sie eine Alternative Nur wenn Sie wollen, können Sie eine Alternative vorschlagen. Achten Sie darauf, dass bei Ihrem Vorschlag Ihre Wünsche und Interessen nicht ins Hintertreffen geraten. Ihr Gegenüber muss zu Zugeständnissen bereit sein, nur dann sind Sie es auch.
Probieren Sie diese fünf Schritte aus, wenn Ihnen mal wieder jemand ein „Ja“ abverlangt. Sie werden sehen, wie gut Sie sich damit vor unnötiger Arbeit oder überflüssigem Ärger schützen.
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